Warum gehören Kunstharzdrucker nicht in die OT Werkstatt?
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00:00:00: Herzlich willkommen zur heutigen Folge der OT3D Werkstatt.
00:00:03: Ich bin Dominik Heinz und wenn du dir schon immer mal überlegt hast, ob Kunstharzdrucker
00:00:08: etwas für deine OT-Werkstatt wären, dann bleib dran.
00:00:12: Denn in dieser Folge räumen wir mit ein paar Missverständnissen auf und zeigen dir, warum
00:00:17: diese Drucker entweder nichts für deine Werkstatt sind oder vielleicht genau das Richtige.
00:00:23: Heute geht es um Platzbedarf, Materialvielfalt, Oberflächenqualität und auch Geschwindigkeit.
00:00:30: Also alles, was du überhaupt wissen musst und brauchst, um eine Entscheidung zu treffen,
00:00:35: in der Orthobedie-Technik effizient und präzise arbeiten zu können, zumindest wenn es um 3D-Druck geht.
00:00:40: Und ich freue mich wieder mal ganz besonders, dass unser OT-Experte Dennis Opjeka heute wieder mit dabei ist.
00:00:46: Hallo Dennis, schön, dass du da bist.
00:00:49: Hallo Dominik, ich freue mich auch wieder dabei sein zu dürfen.
00:00:52: Ja, sehr schön.
00:00:53: Mensch Dennis, wir haben ja heute schon oft gehört oder wir haben ja schon oft gehört,
00:00:57: dass viele OT-Werkstattleiter denken, Kunstharzdrucker seien zu kompliziert oder nicht robust genug für den Werkstattalltag.
00:01:05: Oder Kunstharze sind ja flüssig, klebrig und in vielen Fällen auch gesundheitsbedenklich,
00:01:11: diese ganzen Dämpfe und so weiter.
00:01:14: Und auch dieses ganze Thema, was passiert denn nach dem Druck?
00:01:17: Da muss man denn noch irgendwelche Zauberei machen, gerade bei diesem Kunstharz.
00:01:22: Das ist doch nur nervig, das frisst doch alles nur Zeit und Ressourcen und so weiter und so weiter.
00:01:27: Und was ich ja immer am tollsten finde, wenn so diese Aussage kommen, Mensch, also Herr Heinz,
00:01:33: wir haben doch schon einen Filamentdrucker und dieser ist ganz einfach zu bedienen, der ist robust.
00:01:37: Wir haben einen großen Bauraum, die Materialien können wir ganz schnell wechseln, das ist überhaupt kein Problem.
00:01:43: Also sprich bei Innovation haben wir doch schon den riesengroßen Haken gemacht in unserer OT-Werkstatt.
00:01:48: Warum sollen wir denn da noch mehr machen? Wie siehst du das denn?
00:01:52: Ja, das stimmt. Und das erste, was mir dabei einfällt bei den Punkten, die du jetzt aufgezählt hast, ist der Platzbedarf.
00:02:00: Also in vielen Werkstätten ist der Platz ja wirklich knapp und Kunstharzdrucker sind ein echter Gewinn,
00:02:10: weil sie mit ihrer kompakten Größe nur wenig Raum benötigen und sie lassen sich problemlos in fast jede Werkstatt integrieren,
00:02:18: ohne dass man gleich eine große Umstrukturierung vornehmen muss und große umbauten.
00:02:24: Und dabei bringen sie trotz ihrer Größe ein beeindruckendes Ergebnis mit.
00:02:29: Ja, das ist auf jeden Fall mal gut zu spiegeln von deiner Seite her.
00:02:32: Ich sag mal, du warst auf jeden Fall jahrzehntelang auch in der Werkstatt und weißt auch, was da wirklich abgeht in verschiedensten Werkstätten.
00:02:39: Und das ist auf jeden Fall ein fairer Punkt.
00:02:41: Also ich sag mal, bei den heutigen Harzdruckern ist es zum Beispiel so,
00:02:46: dass wir Bauräume mit zum Beispiel 35 mal knapp 20 mal 35 Zentimeter Kantenlänge,
00:02:51: also im Baubolumen entsprechend produzieren können und aus meiner Wahrnehmung her,
00:02:57: klar, wir können keine Prothesen herstellen, aber ich sag mal, es ist nicht gerade klein.
00:03:02: Also da lassen sich sogar relativ große orthopedische Hilfsmittel aus meiner Wahrnehmung her schon
00:03:08: herleiten und entsprechend produzieren.
00:03:11: Wie siehst du das?
00:03:12: Ja, ganz genau.
00:03:14: Das ist eine ideale Anwendung, wenn man in der Orthopädie Technik nicht nur kleine Bauteile drucken möchte,
00:03:23: sondern auch schon größere.
00:03:25: Man kann damit Handlagerungsorthesen drucken,
00:03:28: vor allem mit der Bauräumgröße, die du gerade genannt hast,
00:03:31: also auch nicht nur für Kinder, sondern auch schon für Erwachsenenversorgungen,
00:03:36: aber auch AFO-Lagerungsorthesen funktionieren hervorragend mit einem SLA oder mit einem Harzdrucker zu drucken,
00:03:45: aber auch weitere Applikationen.
00:03:47: Man kann dann mit so kleinen Gelenken drucken.
00:03:50: Für Kleinstkinderversorgungen kann man sich ganz einfach und effizient mal eben kurz drucken,
00:03:57: um dann auch vielleicht mit einer traditionellen Fertigung ein Hilfsmittel dann auch weiterzubauen.
00:04:05: Aber man kann auch Komponenten in der Werkstatt hochqualitativ selber drucken für Orthesen,
00:04:12: aber auch Pro-Thesen.
00:04:13: Und das alles ohne, dass der Drucker die halbe Werkstatt in Anspruch nimmt.
00:04:19: Ja, das klingt auf jeden Fall sehr gut, würde ich jetzt mal sagen.
00:04:21: Aber gut, man kann ja auch sagen, wir sind ja sehr voreingenommen an der Stelle.
00:04:25: Wir sind halt nur mal die 3D-Druck-Fuci's in meinen Vertrieben gesagt.
00:04:29: Also wir müssen das ja sagen, dass das halt alles toll und super ist und so.
00:04:33: Aber wir wollen natürlich trotzdem das ein bisschen auch, ich sag mal, auch nüchtern mal betrachten von wegen.
00:04:38: Und aber kommen wir mal zum nächsten Punkt, der halt oft unterschätzt wird oder den ich halt auch relativ häufig schon mal gehört hatte,
00:04:45: wenn wir so in Richtung mit seinen Dietshäusern, mit OT-Werkstattleitern zum Beispiel sprechen,
00:04:49: eben der so das Thema Materialvielfalt.
00:04:51: Und gerade in der Autopädiethechnik haben wir hohe Anforderungen an die Materialien.
00:04:56: Also sie müssen ja zum Beispiel Medizin nicht zugelassen sein,
00:04:58: bzw. den MDR-Regulierung, also der Medical Device Regulation, entsprechen und müssen halt halt haltbar sein.
00:05:05: Gleichzeitig komfortabel für den Patienten.
00:05:08: Es muss halt am Körper sein und so weiter und so weiter.
00:05:11: Und wie ist da deine aktuelle Einschätzung, wenn wir uns mal die Kunstharz-Drucker angucken?
00:05:17: Ja, also das ist wirklich ein wichtiger Punkt, das ganze Thema MDR und hier trumpfen die Kunstharz-Drucker wirklich auf.
00:05:25: Sie bieten eine unglaubliche Materialvielfalt und was besonders hervorzuheben ist,
00:05:30: es gibt siebenmedizinisch zugelassene Materialien, die den strengen MDR-Richtlinien auch entsprechen.
00:05:39: Und diese Materialien decken alle möglichen Szenarien ab.
00:05:42: Von hautfreundlich, sterilisierbar bis hin zu invasiven Anwendungen kann man dann auch Sachen drucken.
00:05:50: Und von transparenten, weißen, schwarzen, wie auch grauen Materialien, da kann man dann auch nochmal auswählen,
00:05:58: wenn man ein bisschen auf Farbe achten möchte.
00:06:02: Du kannst also alles drucken von einer weichen Lagerungsortese bis zu invasiven Komponenten, die im Körper verwendet werden.
00:06:11: Das ist tatsächlich auch möglich auf einem Harz-Drucker.
00:06:16: Und das ist besonders für OT-Werkstätten interessant, die einen breiten Spektrum an Produkten anbieten möchten.
00:06:24: Ja, das ist natürlich super, also gerade auch mit den medizinisch zugelassenen Materialien.
00:06:29: Und da habe ich so einen kleinen Joke, sage ich jetzt mal, oder die Frage von wegen, meintest du transparent oder transluzent?
00:06:37: Naja, also wir OT-ler sind ja nicht studiert und ich habe schon wirklich transparent gemeint,
00:06:44: auch wenn es physikalisch betrachtet jetzt eher transluzent ist,
00:06:49: aber ja die klaren, in Anführungsstrichen klaren Kunstharze, die man verdrucken kann,
00:06:56: die sind physikalisch betrachtet nicht transparent, sondern transluzent.
00:07:00: Aber wir sagen halt in der Werkstatt transparent, weil du ja ziemlich gut durchgucken kannst und das glatt ähnlich aussieht.
00:07:08: Ja, ja, nege ich auch mit.
00:07:09: Also das ist halt so eine kleine Anekdote, das hatte ich nämlich mal auch auf einer Messe erlebt,
00:07:15: gehabt von wegen, als ich dann auch mal über das Thema transparente Materialien ein bisschen was gezeigt hatte, was da so ein bisschen möglich ist.
00:07:23: Und dann hatte halt eben die Gegenstelle, hatte mir dann gesagt, nein, das heißt nicht transparent, sondern transluzent.
00:07:29: Und ob ich nicht studiert hätte, und dann habe ich gesagt, gehabt von wegen, ja, ich habe studiert,
00:07:34: aber in dem Fall nicht die Materialwissenschaften an der Stelle, sondern hatte da einen anderen Schwerpunkt an der Stelle.
00:07:41: Deshalb ist es gerade so, wenn ich das höre, kommt das immer so wieder.
00:07:44: Ich glaube, da kann sich auch der Zuhörer auch so ein bisschen mit reinfinden.
00:07:48: Man hat ja so manche Momente, wo dann so ein Buswort oder so ein Schlagwort fällt und dann ist man da gleich so ein bisschen getriggert,
00:07:55: wie man im Neudeutsch so ein bisschen sagt.
00:07:57: Also so in einer normalen UT-Werkstatt, da benutzt man halt wirklich den Ausdruck transparent oder milchig,
00:08:07: vielleicht, wenn es dann eher ins Transluzente geht.
00:08:12: Aber transluzent habe ich noch nicht mitbekommen, dass das jemand in einer UT-Werkstatt gesagt hat.
00:08:19: Deswegen war auch nun mal so ein kleiner Joke am Rande an der Stelle.
00:08:24: Aber ich muss echt sagen, das ist wirklich beeindruckend, was halt aktuell möglich ist.
00:08:28: Und auch da nochmal das Thema.
00:08:30: Es ist wichtig, egal welches 3D-Drucksystem ihr euch irgendwie anschaut.
00:08:35: Frag nach, ob die Materialien auch MDR zertifiziert sind.
00:08:40: Das ist ganz, ganz, ganz, ganz wichtig.
00:08:41: Das würde ich mit einem fetten Adding noch mal unterstreichen,
00:08:44: dass man das halt wirklich, dass man da eben einen Augenmerk drauf macht.
00:08:48: Gerade, wenn es halt ob die Objekte geht, die oder Hilfsmittel, die dann halt am Körper getragen werden müssen.
00:08:54: Genau.
00:08:55: Und man kann natürlich auch davon ausgehen, dass man dadurch verschiedene Anwendungen und Anforderungen natürlich abdenken kann.
00:09:02: Und wie sieht es dann eben mit der Oberflächenqualität aus?
00:09:06: Gerade bei autobedischen Produkten, die auf der Haut getragen werden,
00:09:09: ist es natürlich entscheidender Faktor aus meiner Wahrnehmung her,
00:09:12: dass es man halt nicht irgendwie negativ behaftet.
00:09:16: Also wie siehst du das dann bei den Kunstharzdruckern von den Qualitäten her?
00:09:21: Ja, genau. Und das ist einer der größten Vorteile von Kunstharzdruckern.
00:09:26: Also egal mit welchem Material man jetzt ein Hilfsmittel oder eine Orthese jetzt druckt,
00:09:33: ich bin wirklich von der Haptik begeistert.
00:09:35: Die Oberflächenqualität ist herausragend im Gegensatz zu FDM-Druckern.
00:09:41: Aber auch da bekommt man ja schon eine recht gute Oberflächenstruktur hin,
00:09:46: je nachdem mit welcher Bühse man druckt, welches Material, welche Druckgeschwindigkeit.
00:09:52: Aber trotzdem ist die Oberfläche noch rau.
00:09:54: Und das ist bei Kunstharzdruckern schon anders.
00:09:58: Da hat man direkt eine glatte Oberfläche und eine präzise Oberfläche, die aus dem Geradern gedruckt wird.
00:10:06: Und das ist der große Vorteil, man hat fast eine spritzgussähnliche Oberflächenstruktur.
00:10:12: Und das spart nicht nur Zeit bei der Nachbearbeitung, sondern sorgt auch dafür,
00:10:16: dass die Produkte sofort einsatzbereit sind, nachdem die Stützstruktur natürlich entfernt wurde,
00:10:22: ähnlich wie es ja beim FDM-Drucker auch der Fall ist.
00:10:25: Und gerade bei Orthesen, die auf der Haut getragen werden, ist das extrem wichtig,
00:10:29: dass ich eine schön glatte Oberfläche habe.
00:10:32: Wenn man nicht direkt noch mal einen Polster auftragen muss an der Stelle,
00:10:37: dann sind halt wirklich diese ultraglatten Oberflächen, was man in dem Fall hat bei den Kunstharzdruckern,
00:10:43: zumindest bei den Geräten, die wir für die Autobedie empfehlen.
00:10:48: Dann ist das natürlich ein wesentlicher Vorteil auch aus meiner Warte her.
00:10:51: Wir kriegen ja auch extrem positives Feedback, muss man sagen, mit der Oberflächengüte.
00:10:57: Oder was halt auch immer so ein bisschen so ein Thema ist, was mir da noch einfällt mit der Genauigkeit,
00:11:01: ist zum Beispiel Text, wenn man Textelemente auf die Oberfläche bringt oder in das 3D-gedruckte Bauteil mit einbringt.
00:11:08: Sei es auch wieder MDR-Regulation, dass man halt die Nommierung zum Beispiel mit draufbringt auf das Hilfsmittel,
00:11:14: dass man das auch vielleicht sehr klein platzieren kann, dann fällt es auch nicht so stark auf.
00:11:19: Aber wenn man es benötigt, kann man halt drauf zugreifen.
00:11:22: Das ist zum Beispiel im Filamentbereich, weil man einfach eine größere oder eine gröbere Düse hat an der Stelle,
00:11:28: ist es halt eben ein bisschen anders. Da muss der Text halt nochmal größer gestaltet werden.
00:11:31: Genau.
00:11:33: Aber das hört sich natürlich alles nach einem sehr guten Vorteil, nach einem großen Vorteil an.
00:11:37: Und gerade wenn man jetzt im Bereich effizient in der Werkstatt natürlich steigern möchte,
00:11:42: dann ist natürlich die Frage von wegen, wie sieht denn die Druckgeschwindigkeit aus?
00:11:46: Das ist ja oft ein Punkt, der Drucker drückt dann halt und im nächsten Tag oder übernächsten Tag ist dann irgendwann mal eine Versorgung fertig.
00:11:55: Was hast du denn dafür Erfahrungen gemacht im Bereich Kunstharz-Druckgeschwindigkeit?
00:12:00: Hier haben die Kunstharz-Drucker ohne Lese einen echten Trumpf in der Hand,
00:12:07: der neue Drucker von Formlapse, der Form 4 und der Form 4L drückt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 8 cm pro Stunde mit einem speziellen Harz.
00:12:20: Ich habe neulich mit einem MDR-Material von Formlapse eine Unterchenkel,
00:12:27: eine unterarm-Lagerungsortese für ein Kind in nur 1,5 Stunden drucken können und das in waagerechter Positionierung.
00:12:40: Und das ist eine Geschwindigkeit, die in vielen Bereichen der Orthopädie-Technik absolut praxistauglich ist.
00:12:46: Und das Hilfsmittel ist sehr stabil und sofort einsatzfähig.
00:12:50: Ja, das ist ja wirklich, da bin ich auf jeden Fall auch sehr beeindruckt, gerade bei dem Thema Geschwindigkeit.
00:12:55: Eine 1,5 Stunden für eine maßgeschneiderte Orthese ist natürlich extrem beeindruckend.
00:13:01: hier auch nochmal für denjenigen, für dich als höherer, ja bitte nicht falsch verstehen, weil
00:13:06: das ist wirklich ganz ganz ganz ganz wichtig. Natürlich, natürlich braucht man vorher einen
00:13:12: Scan und der Scan muss dann entsprechend aufbereitet werden für den Druck, also die Zeit kommt
00:13:17: natürlich dazu. Dafür brauchen wir wieder den OT-Techniker, der das Ganze aufbereitet. Oder
00:13:23: genauso, wenn man dann halt die Ortese des Hilfsmittel entsprechend gedruckt hat, dann braucht man ja
00:13:29: auch entsprechende Schaniere zum Beispiel oder eine Finalisierung für die Patienten an Probe,
00:13:33: so zumindest aus meinem Verständnis her. Es ist halt auch wieder extrem wichtig, dass der OT-Techniker
00:13:40: sowohl vorne als auch denn nach dem Druck wirklich aktiv dabei ist und denn dort handwerklich die
00:13:47: ganzen Sachen entsprechend umsetzt. Also das würde ich nochmal ganz stark an der Stelle nochmal
00:13:52: untermauern. Nicht, dass wieder diese Irrglaube ist, den ich auch schon tausend mal gehört habe.
00:13:56: Na ja, der 3D-Drucker, wenn der da ist, der löst jedes Problem, der ist ultra schnell und noch besser,
00:14:02: der ist super günstig im Vergleich halt zu allen anderen Technologien. Nein, Quatsch, Schwachsinn.
00:14:08: Also wirklich da, dass du als Zuhörer uns da richtig verstehst, man muss halt vorher ein
00:14:13: bisschen was machen, dann startet man den Druckjob und dann muss man nach hinein nochmal was machen.
00:14:18: Und das ist auch ganz ganz wichtig an der Stelle. Genau. Aber einen Punkt noch, Dominik, kurz. Also ich
00:14:25: kann mir vorstellen, dass einige Zuhörerinnen jetzt denken, okay, was hat der denn mit Scharnier gemeint?
00:14:30: Also ich glaube, das kann ich ein bisschen aufländen. Ich denke, dass du damit gemeint hast, dass noch
00:14:37: Klettverschlüsse dann drauf gebracht werden müssen. Genau, sorry. Nur 2 fachliche Aufklärung,
00:14:45: was du eventuell mit Scharnier gemeint haben könntest. Ja, danke schön, danke schön.
00:14:50: Die Begurtung gemeint hast du. Genau, die Begurtung, richtig. Entschuldigung, dass ich da nicht ganz so
00:14:54: sattelfest bin. Ich habe halt nur mal keine 25 Jahre OT-Erfahrung. Das hast du, dafür bist du auch
00:15:00: hier. Aber dafür sind wir ein gutes Team und können auch entsprechend unterstützen und ergänzen
00:15:04: uns ja auch gut, was da sein geht. Genau, genau, genau. Nee, deswegen, also wie gesagt, unterm Strich,
00:15:10: also das Beste ist natürlich oder die Druckqualität leidet nicht aus unserer Wahrnehmung her. Es ist
00:15:16: halt auch sehr schnell, dass man sehr schnell produzieren kann. Genau, ja. Ja, und wie du schon
00:15:22: sagtest, man bekommt eine hervorragende Druckqualität in kurzer Zeit und die Geschwindigkeit in
00:15:28: Kombination mit der hohen Materialvielfalt und der glatten Oberfläche macht Kunstharzdrucker zu
00:15:34: einer idealen Ergänzung. Kein Ersatz, sondern eine Ergänzung. Das ist auch nur ein Werkzeug,
00:15:41: aber das ist halt eine Superergänzung für viele OT-Werkstätten. Ja, auf jeden Fall. Und hier
00:15:46: nochmal noch mal ein zusätzlicher Hinweis, um noch mal so ein bisschen euch abzuholen. Wir sind
00:15:53: natürlich auch bestrebt, Empfehlungen natürlich auch zu geben. Wir sind ja auch Fachhändler für
00:15:57: verschiedenste Systeme und für uns ist es halt auch ganz, ganz doll wichtig, dass wir halt nicht
00:16:03: möchten, dass der OT-La, der sich jetzt mit 3D-Druck beschäftigt, dass er jetzt zu jedem einzelnen
00:16:08: Hersteller geht und sich jeden einzelnen Drucker erkundigt und dann überlegt, Mensch, was läuft
00:16:14: denn hier gut, was läuft denn da gut? Das braucht am Tagesende nicht wirklich machen, weil dafür
00:16:19: sind wir ja auch da. Und hier an der Stelle auch nochmal das System, was wir jetzt gerade mal angesprochen
00:16:23: haben. Wir haben jetzt wirklich auch ein bisschen länger natürlich nicht gesagt, was das denn für
00:16:27: eins wäre. Aber hier an der Stelle würde ich es doch schon mal entsprechend platzieren. Das ist
00:16:32: im Endeffekt auch von der, vom Hersteller Formlabs. Es gibt es die Form 4, die wurde zumindest
00:16:37: zum Zeitpunkt der aktuellen Aufnahme dieses Jahr gelauncht. Also wir haben jetzt heute den 11.10.
00:16:43: zur Aufnahme, 24. Und da ist entsprechend der Form 4 gelauncht worden vor einem halben Jahr. Und jetzt
00:16:53: in der kommenden Woche, also sprich zum 15. Oktober, wo wir jetzt auch diese Ausstrahlung jetzt
00:16:58: dann auch wirklich veröffentlichen, wird das größere System der Form 4 gelauncht bzw. die
00:17:06: Variante, was dann für den medizinischen Einsatz auch sehr gut oder prädestiniert ist dafür. Und
00:17:11: es ist ein 3D-Drucksystem, der eine spezielle Technologie namens Low Force Stereolithographie,
00:17:16: also LFS, verwendet. Das Schöne ist von wegen, er stellt Objekte her, indem flüssiges Harz, also
00:17:23: Kunstharz durch Licht gehärtet wird und das halt Schicht für Schicht. Hierbei unterstützt
00:17:29: halt ein LED-Panel, um die einzelnen Schichten an den Stellen zu belichten, an dem sie gedruckt
00:17:34: werden. Also sprich, man kann sich das so vorstellen, eben dass eine ganze Fläche, wo das Licht
00:17:40: durchdrungen wird innerhalb von wenigen Sekunden gehärtet wird. Und das ist halt ein extremer
00:17:46: Vorteil im Vergleich zu klassischen SLA-Verfahren, wo halt der Laser entsprechend die Schichten nur
00:17:52: ablasert, um die dann zu härten. Also wir sind extrem schnell mit dem Formlabs Form 4 System,
00:17:57: so wie wir es ja schon vor ein paar Minuten auch gesagt haben. Und damit ihr einfach nur
00:18:02: mal ein paar wichtige Merkmale noch mal mitnehmen könnt. Ich probiere es nicht technisch zu machen,
00:18:08: aber nur, dass ihr das so ein bisschen noch mal mitbekommt. Ihr könnt euch merken bei dem Form 4
00:18:12: von Formlabs oder Form 4B, die B-Variante, da haben wir halt sehr genaue Drucker. Also der Drucker
00:18:19: arbeitet sehr präzise und kann winzige Details drucken. Also zum Beispiel, die Objekte sind glatt
00:18:24: und sauber und wir können von 25 bis 200 Micron, das entspricht 0,025 bis 0,2 Millimeter. Das ist
00:18:34: dann entsprechend die Druckauflösung. Können wir mit der Form 4BL und mit der Form 4 eben entsprechend
00:18:41: arbeiten. Bei der Form 4 können wir auch auf 300 Micron sogar gehen, also 0,3 Millimeter. Und da
00:18:47: könnt ihr euch vorstellen, wir können Teile drucken, die halt halb so dick sind wie ein menschliches Haar.
00:18:53: Also nur, dass ihr das mal so ein bisschen greifen könnt. Er ist extrem schnell. Da kann man sich
00:18:59: merken von wegen, dass der Formlabs Form 4B vier Sekunden pro Stunde mit diesem Fast Resin,
00:19:06: mit diesem Fast, also schnellen Kunstharz entsprechend drucken kann pro Stunde. Also auch dort im Schnitt,
00:19:12: auch die Kunden, die halt den Form 4 im Einsatz haben, können halt nach ungefähr zwei Stunden
00:19:19: schon ihre Hilfsmittel kompletieren. Er ist halt extrem automatisiert. Also der Drucker verwaltet
00:19:25: zum Beispiel das Haar ist automatisch. Man muss halt nur die Kartusche reinsetzen, einfüllen und den
00:19:30: Druck starten. Und pro Material benötigt man einfach nur einen separaten Tank. Also wenn man das
00:19:34: Material entsprechend wechseln möchte. Wenn man jetzt sagt, man möchte einmal dieses Clear Resin,
00:19:39: also das, was transparent ist, um nochmal den Bogen zu schlagen oder dann eben ein weißes Resin,
00:19:46: was MDR-konform ist, dann braucht man dazu einfach nur nochmal einen separaten Tank. Aber es ist
00:19:50: ganz einfach zu bedienen. Wir haben eine große Druckfläche für diese Drucksysteme und du kannst
00:19:57: zum Beispiel große Teile drucken als bei vielen anderen 3D-Drucksystemen mit einer Fläche von bis
00:20:03: zu 35 Zentimetern mal 19,6 mal 35 Zentimeter. Das ist halt auf den neuen Form 4BL. Aber auch das
00:20:12: kleinere System, der Form 4B, der schafft halt schon 20 mal 12,5 mal 21. Das war zum Beispiel das
00:20:20: System, was Dennis gerade meinte, wo er die Unterarmortese entsprechend produziert hat für die
00:20:25: Kinderversorgung. Genau, das war dann auf dem Form 4B. Und zusammengefasst, damit es nicht noch
00:20:32: technischer geht, weil ich glaube, sonst schweift man halt so ein bisschen auch gedanklich ab. Das ist
00:20:36: halt immer ein bisschen schwierig bei einem Podcast. Aber zusammengefasst, der Formlabs Form 4 ist
00:20:41: ein wirklich schneller, genauer und einfach zu bedienener 3D-Drucker und ideal für den
00:20:45: professionellen Einsatz mit zertifizierten Materialien für die OT-Werkstatt. Und es ist direkt
00:20:51: einsetzbar. Auch das Training für das System ist extrem einfach. Und wenn du dir mal den Drucker
00:20:55: bestellen möchtest oder mal sehen möchtest, wie das geht, also bestellen möchtest, dann kannst
00:20:59: du natürlich bei uns in unserem Online-Shop den Link pack ich halt auch in die Shownote mit rein
00:21:05: und nutzt unseren Gutschein-Code Podcast und dann erhaltet ihr entsprechend auch nochmal einen
00:21:10: Neukundenrabatt, wenn ihr das über unseren Online-Shop zieht und wer nochmal genauer wissen möchte,
00:21:17: wie diese Bedienung auch funktioniert, das 3D-Drucker, da gibt es auch ein YouTube-Video,
00:21:21: was mein Team erstellt hat, wo wir mal diesen gesamten Prozess darstellen. Oder wenn ihr speziell
00:21:28: das für den Bereich OT sehen wollt, also wo der Dennis das ganze, diesen ganzen Prozess auch
00:21:33: durchgeführt hat mit dem entsprechenden Hilfsmittel, dann kommt in unsere geschlossene Gruppe. Dennis
00:21:38: hat in der letzten Woche, hat er da auch mal ein Posting reingesetzt, wo das Video mit drin ist,
00:21:43: wo man diesen gesamten Prozess einmal sehen kann und dem Detail einfach mal feststellt,
00:21:47: wie läuft denn das und wie unkompliziert läuft das ganze. Genau, kommt in unsere geschlossene
00:21:51: Gruppe, OT 3D-Anwender in Deutschland. Den Link pack ich hier auch nochmal rein. Ja, genau. Also das
00:22:00: wollte ich nochmal kurz eine kleine Produktwerbung mit rein bauen zu den Formlabs Form 4 Drucker.
00:22:06: Ja, aber du, ich muss dich mal grün unterbrechen, auch wenn ich das ja so zum Schluss nicht mache.
00:22:11: Aber die Folge heißt doch, warum gehören Kunstharzdrucker nicht in die OT-Werkstatt? Wie
00:22:17: bekommen wir denn jetzt den Bogen zum Titel wieder hin? Oh man Dennis, du bist manchmal aber ganz
00:22:22: ein Tüntchspitz finde ich. Also die, die mich kennen würden, sagen, ich bin das immer. Nein,
00:22:32: das stimmt schon, du hast vollkommen recht. Wir haben ja den Titel auch extra so gewählt. Und ganz
00:22:37: ehrlich, ich würde einfach mal Folgendes sagen von wegen, wenn du als OT-Werkstatt leiser genug
00:22:44: Zeit hast, die Hilfsmittel traditionell zu fertigen oder wenn du einen FDM-Drucker hast und du sagst
00:22:50: halt von wegen Mensch, ich drücke damit meine Zweckform oder Gießform und dann kann ich das ganz
00:22:56: konventionell halt entsprechend abgabe, ganz konventionell herstellen. Aber du möchtest
00:23:02: halt keine abgabefertigen Ortesen haben oder du bist so eine Person, die halt entsprechend auf
00:23:08: die nächste 3D-Messe, zum Beispiel die Form Next, die ist ja im November wieder abwarten. Bitte und
00:23:14: dich einfach nur informieren möchtest, dann kauf dir am besten keinen Kunstharzdrucker, sondern
00:23:18: warte entsprechend bis dann irgendwann die nächste, beste, tollste Technologie dann kommt. Wir sehen
00:23:25: ja bei unseren Kunden sehr stark, die interessieren sich dafür, die wollen Innovation jetzt schon
00:23:31: integrieren und haben dadurch halt auch schon einen großen Vorteil im Vergleich zu anderen,
00:23:35: muss man sagen. Ja, also ich hoffe, dass ich damit den Bogen jetzt nochmal ein bisschen
00:23:39: schließen konnte, Dennis. Ich hoffe es. Ja, natürlich sehr gerne, sehr gerne. Und ja,
00:23:46: mit den Worten sage ich jetzt mal, das war's für heute. Ich möchte mich nochmal bedanken.
00:23:50: Danke, Dennis, dass du heute auch wieder dabei warst. Und falls du als Hörer jetzt neugierig
00:23:56: geworden bist und mehr über Kunstharzdrucker erfahren möchtest, schau unbedingt den neuen
00:24:00: Formlabs Form 4BL an. Der ist unglaublich, also wirklich unglaublich, was der kann mit welcher
00:24:08: Qualität. Du findest natürlich alle Informationen, die wir heute besprochen haben in den Shownotes.
00:24:14: Hinterlass uns gerne einen Kommentar bei Apple Podcast oder auch bei anderen Plattformen. Wir
00:24:20: haben jetzt auch gesehen, dass wir zum Beispiel bei Spotify auch gelistet werden, dass wir bei
00:24:25: YouTube jetzt gelistet sind, dass wir bei dieser gelistet sind, also bei den größten Portalen,
00:24:29: die generell Podcast anbieten. Freu ich mich total. Und auch das positive Feedback,
00:24:34: was wir zusätzlich noch bekommen haben jetzt schon seit den paar Wochen, wo der Podcast jetzt
00:24:39: läuft. Also ich freue mich total, danke, danke, danke an der Stelle, dass du zu Hörer
00:24:42: dabei bist. Und wir freuen uns immer über euer positives oder auch negatives Feedback,
00:24:46: keine Frage. Und kommt in unsere geschlossene LinkedIn-Gruppe. Ihr findet uns den Dennis und
00:24:51: mich auch generell bei LinkedIn, aber kommt in die geschlossene Gruppe, 3D-Druck in der
00:24:55: Autobeditechnik, Anwender aus Deutschland, wo wir entsprechende aktuelle Themen platzieren,
00:25:01: wo wir Anwender und auch Experten miteinander aus dem deutschsprachigen Raum verknüpfen wollen.
00:25:06: Das ist uns halt wichtig. Wir haben halt eine Mission, die wir halt umsetzen wollen, wirklich die
00:25:10: digitale Prozesskette bei jedem Sanitätshaus möglich zu machen und vergess bitte auch nicht,
00:25:16: unseren Praxisleitfaden zu kaufen. Wenn ihr halt wirklich was Haptisches in der Hand haben wollt,
00:25:21: dann haben wir einen sehr schönen Praxisleitfaden, 3D-Druck in der Autobeditechnik. Und da haben
00:25:26: wir halt auf oberer Flughöhe die Standardthemen, welche Druckleistungen hat man zum Beispiel,
00:25:33: welches System, ist für welches Hilfsmittel einsetzbar und so weiter und so weiter zusammen
00:25:37: getragen. Und bestellt euch das einfach mal, nutzt auch wieder den über den Jobsystem,
00:25:43: den Gutschenkode Podcast, denn spart ihr euch sogar die Versandkosten. Und wenn ihr weitere
00:25:48: Fragen habt oder oder Stützung beim Einstieg in den digitalen 3D-Druck für deine OT-Werkstatt
00:25:54: braucht, meldet euch gerne bei uns, beim Dennis und bei mir. Und wir freuen uns, wenn du auch das
00:25:59: nächste Mal zuhörst. Bis zum nächsten Mal. Ciao!
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