So verbrennt man 100.000€ als Orthopädiewerkstatt mit 3D-Druck
Shownotes
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00:00:00: Herzlich willkommen in der OT-3D-Werkstatt.
00:00:03: Ich bin Dominik Heinz und wenn du vermeiden möchtest, 100.000 Euro oder mehr durch falsche
00:00:09: 3D-Druck-Entscheidungen zu verlieren, dann ist die heutige Folge genau das Richtige für
00:00:13: dich.
00:00:14: Also bleib dran, denn heute schauen wir uns genau an, wie man durch viele Investitionen
00:00:19: im 3D-Druck richtig Geld in den Sand setzen kann und natürlich, wie du das verhindern kannst.
00:00:24: Denn für uns und für dieses Format ist es sonst wichtig, sehr praxisnare Tipps und
00:00:29: Tricks zu liefern.
00:00:30: Aber ich bin heute nicht alleine und zwar habe ich meinen geschätzten Kollegen, den
00:00:34: Dennis Objelka, mit dabei und Dennis, stell dich doch einfach mal ganz kurz vor, wer du
00:00:38: bist und wo du herkommst.
00:00:40: Ja, hallo Dominik, danke für die Einleitung.
00:00:45: Mein Name ist Dennis Objelka, ich bin Orthopädie-Technikermeister und habe 27 Jahre bereits in der
00:00:54: OT gearbeitet mit den Schwerpunkten Orthetik und Protetik.
00:00:58: Sehr schön, sehr schön.
00:01:00: Das heißt also, du bist definitiv vom Fach, würde ich sagen und hast schon sehr viel gesehen.
00:01:04: Das würde ich sagen, auf jeden Fall Dominik.
00:01:07: Sehr schön, genau.
00:01:08: Deshalb bist du auf Teil unseres Teams, weil wir brauchen natürlich, braucht man ja auch
00:01:13: jemanden, der nicht nur, ich sage mal, diese 3D-Fachidioten, die immer sagen, 3D kann
00:01:19: angeblich alles helfen, was nicht der Wahrheit entspricht und mit dem 3D-Drucker kann man
00:01:23: alles lösen, sondern dass wir genau diese Schnittstelle in Richtung der Sanitätsröße
00:01:27: auch die Brücke schlagen können, um zu verstehen, was ist denn überhaupt ein Hilfsmittel, was
00:01:32: entscheidet denn ein Hilfsmittel und genau dafür, Dennis, bist du bei uns auch im Team
00:01:36: und freut mich, dass du auch heute hier bei der Folge dabei bist.
00:01:38: Lass uns doch einfach mal starten von wegen, weil das ja wirklich ein brennendes Thema ist,
00:01:44: was ja viele irgendwie, wenn sie in Richtung 3D-Druck und Investitionen halt denken, auf
00:01:48: den Herzen liegt und du kennst ja die Branche aus eigener Hand.
00:01:52: Und was sind denn aus deiner Sicht so die häufigsten Fehler, die bei Autobedie-Werkstätten
00:01:58: bei der Einschulung von 3D-Druck gemacht werden?
00:02:00: Ja, das ist wirklich eine spannende Frage, Dominik.
00:02:04: Und im Laufe des Jahres, wo ich ja bei Druckerfachmann bin, habe ich schon viele Gespräche geführt
00:02:10: mit Inhabern auch oder Werkstattleitern aus der UT Werkstatt.
00:02:18: Und ja, man muss schon sagen, dass man vielleicht denkt, dass 3D-Druck alle Probleme aus dem
00:02:27: alltäglichen Tagesgeschäft löst und dann holt man sich einen FDM-Drucker, irgendeinen
00:02:33: und holt sich eine Scan-Lösung.
00:02:36: Aber beschäftigt sich im Vorfeld gar nicht genau damit, ob das wirklich für die betrieblichen
00:02:42: Bedürfnisse, die man hat, die optimale Lösung ist.
00:02:46: Und das ist so ganz grob gesagt ein großer Fehler, den ich beobachte.
00:02:51: Ja, das kann ich auch nur bestätigen.
00:02:54: Wir sind ja jetzt auch schon relativ lange generell mit dem Thema 3D-Drucker bei Druckerfachmann.de
00:03:00: unterwegs und auch in den Projekten sieht man das halt immer wieder.
00:03:03: Das gegebenenfalls auch eine Art von, ich sag mal, falscher Beratung oder auch, dass
00:03:08: die Interessenten großes Interesse haben, natürlich 3D-Druck einzusetzen.
00:03:13: Aber sie werden halt relativ schnell, bekommt sich vielleicht eine falsche Vorstellung oder
00:03:18: eine nicht richtige Vorstellung, was dann wirklich passen kann.
00:03:21: Und das sehe ich genauso.
00:03:23: Also gerade bei dem Einschau von 3D-Druck eben im Unternehmen ist das auf jeden Fall ein
00:03:28: großes Hindernis.
00:03:29: Ja, und man hat vielleicht die Erwartung, dass 3D-Druck sofort das Problem löst, aber
00:03:36: das ist es gar nicht.
00:03:37: Das ist ein Werkzeug, welches, wenn es gut genutzt wird, unterstützen kann.
00:03:44: Ja, das ist ja nichts anderes als wenn man sich jetzt eine Schleifmaschine anschaut oder
00:03:50: einen Infrarotofen oder ein Tiefziehgerät.
00:03:54: Ja, das ist ein Werkzeug, um ein Produkt herzustellen.
00:03:57: Und nichts anderes ist es ja mit der gesamten Wertschöpfungskette des 3D-Drucks beziehungsweise
00:04:03: der additive Fertigung ja auch.
00:04:05: Ja, das ist ein Werkzeug, welches ich vorher wahrscheinlich noch nicht in der Hand gehabt
00:04:09: habe, beispielsweise ein 3D-Scanner.
00:04:11: Und ja, da empfiehlt die Erwartung, die unsichen 3D-Scanner machen den an, scannen sofort
00:04:19: am Patienten und haben das perfekte Ergebnis und dann ganz schnell dann die Orthese damit
00:04:24: in den nachgelagerten Schritt dann zu drucken.
00:04:27: Aber das ist ja nicht so.
00:04:28: Das muss ich genauso lernen, wie ich damals als Azubi oder als junger Geselle mit den
00:04:34: Hipsabdrücken angefangen habe.
00:04:35: Ja, ja, korrekt.
00:04:36: Also, es sind halt wirklich auch Werkzeuge vollkommen richtig und die muss man halt auch
00:04:40: erst mal bedienen lernen.
00:04:41: Und es ist halt schade, dass im Kontext 3D-Druck häufig so dieses Gefühl ist, jetzt hat man
00:04:47: den 3D-Drucker oder man hat einen Scanner und dann kann man alles erdenklich mögliche
00:04:53: im Hilfsmittelbereich für die Patientenversorgung halt umsetzen.
00:04:56: Häufig hat man denn schon das Problem, dass man kein MDR zertifiziertes oder zugelassenes
00:05:01: Material eingesetzt hat.
00:05:03: Und dann am Tag ist er eine "Oh, ja, stimmt, hätte ich mal vielleicht drauf gucken müssen."
00:05:06: Aber das werden wir bestimmt auch mal in der einen oder anderen Folge nochmal MDR-Themen
00:05:10: noch mal ein bisschen besprechen.
00:05:12: Da wird uns noch einiges einfallen, denke ich mal, in diesem Format.
00:05:15: Genau, da sind wir auch schon eigentlich bei dem nächsten Punkt, den ich halt immer wieder
00:05:20: sehe von wegen, dass halt eben gerade so viele Werkstecken, es ist ein Denken eben durch einfach
00:05:25: ein FDM-Druck oder Filamentdruck eben schon alles abdecken zu können.
00:05:29: Aber wie sieht es eigentlich in der Realität aus?
00:05:32: Dann hast du vielleicht ein paar Beispiele von den verschiedenen Technologien und auch
00:05:37: den typischen Hilfsmitteln, die bei den Technologien auch gut gedruckt werden können.
00:05:40: Ja, also das beobachte ich auch Dominic, dass ganz viele Werkstätten FDM-Druck-Systeme haben,
00:05:50: um primär damit die Modelle zu drucken.
00:05:53: Das bedeutet, man macht vielleicht traditionell einen Gipsabdruck am Patienten und gießt
00:06:00: den dann aus.
00:06:01: Es gännt dann das positiv ein, um dann am Computer dann weiter zu modellieren, um das richtige
00:06:10: Modell dann mit einem FDM-Drucker zu drucken und darauf wird dann ganz normal dann die
00:06:16: Ortee oder das Hilfsmittel gefertigt.
00:06:19: Das ist so die Hauptanwendung, die ich beobachte in der Praxis, warum man sich einen FDM-Drucker
00:06:24: holt.
00:06:25: Und dann gibt es für Einzelnenfälle, dass man versucht auch Abgabefertige Orteeln zu
00:06:34: drucken.
00:06:35: Auch im FDM-Druckverfahren gibt es ja ganz viele unterschiedliche Materialien, die sich auch
00:06:40: dafür eignen könnten von den Materialeigenschaften.
00:06:43: Aber in der Praxis sieht das dann doch ein bisschen anders aus, vor allem was dann die
00:06:50: mechanische Belastbarkeit der Bauteile einfach angeht.
00:06:53: Kannst du vielleicht den Zuhörern, die jetzt hier mit drin sind, einfach nur mal ganz grob
00:06:59: erklären, weil wir sind ja da auf jeden Fall die Experten wissen ja, wer jetzt die Vorteile
00:07:04: von dem einen oder anderen System sind und auch bitte nicht falsch verstehen lieber Zuhörer.
00:07:09: Filament ist was Gutes, Filamentdruck ist was Gutes, aber es gibt halt eben für verschiedene
00:07:15: Hilfsmittel auch das richtige Werkzeug, auch im 3D-Druck.
00:07:19: Das wollen wir damit einfach nur noch mal unterstreichen und vielleicht denn das kannst du dann noch
00:07:22: mal so die zwei weiteren Verfahren, die wir auch zum Beispiel im Einsatz haben, diese
00:07:27: guter Probe sind für den Sanitätshauseinsatz, für die Hilfsmittelherstellung eben gut eingesetzt
00:07:33: werden können, noch mal kurz gezielen?
00:07:35: Ja, gerne.
00:07:36: Noch mal ergänzen zu dem FDM-Druck.
00:07:39: Also das eignet sich hervorragend, um einfach Einlagen zu drucken oder Probeortesen, Testschäfte
00:07:46: im Bereich pro Tätig, aber auch Kursette kann man damit hervorragend drucken, weil FDM-Drucker
00:07:52: die haben üblicherweise gibt es die mit größeren Bauräumen als jetzt die Gesinnendrucker,
00:07:59: das ist ein flüssig-harzbasiertes Drucksystem, das eignet sich hervorragend für Versorgungen,
00:08:08: die man nicht in so einer hohen Stückzahl hat, wo man aber trotzdem eine sehr, sehr gute
00:08:14: Oberflächengüte bräuchte.
00:08:17: Zum Beispiel bei Daumenortesen, Handortesen, aber auch Unterschenkelagungsortesen kann
00:08:24: man damit hervorragend drucken mit einem SLA-Drucker.
00:08:28: Und dann gibt es das Pond, oder nicht das Pondon, sondern eine Stufe höher, womit dann
00:08:35: auch mehr Durchsatz möglich ist, das wäre dann das pulverbasierte Drucksystem, da gibt
00:08:41: es dann aber auch nochmal Unterschiede, aber ganz grob das pulverbasierte Drucksystem,
00:08:46: das eignet sich hervorragend für Hilfsmittel oder Ortesenprothesen, wo man einfach mehr
00:08:53: Stückzeig gleichzeitig in einer sehr guten Qualität drucken möchte.
00:08:58: Ja beim Pulver haben wir ja auch noch den Vorteil, also ich nehme mal so dieses Bild
00:09:02: zum einen um sich das vorzustellen, wie so eine Art Sandkasten am Schluss, nach dem Druck,
00:09:07: wo man halt dann den Sand entfernen kann, da gibt es auch verschiedene Prozessschritte,
00:09:12: ich denke, dass wir das auch in den nächsten Folgen einfach mal ein bisschen tiefer an
00:09:15: den Kratzen werden, wie das funktioniert.
00:09:17: Aber man hat so ein Sandkasten, in dem Sandkasten sind ganz viele Firmchen drin, das sind die
00:09:22: Hilfsmittel.
00:09:23: Das Schöne ist, die Hilfsmittel können auch wirklich unterschiedlich sein, also das muss
00:09:27: nicht immer eine Art sein von Hilfsmittel, sondern alles was quasi diesen Sandkasten
00:09:31: einpasst, kann man drucken und dann nimmt man diesen Sand raus, also das Pulver wird
00:09:35: dann entfernt, wird dann ausgenommen, wird auch wieder verwendet für den Druck und man
00:09:41: kann dann die Hilfsmittel, das Hilfsmittel entsprechend weiterverarbeiten.
00:09:44: Also sprich, wer schnell viele Firmhilfsmittel produzieren möchte, könnte zum Beispiel
00:09:50: ein Pulverdrucker auch in die Kategorie sinnvoller Ergänzung in der OT-Werkstatt halt mit in
00:09:57: die Waagslade geworfen werden.
00:09:58: Genau, aber mir ist vielleicht auch nochmal wichtig zu erwähnen, dass es da auch keinen
00:10:03: Gut oder Schlecht gibt.
00:10:04: Es kommt immer darauf an, welche Anforderungen ich denn überhaupt habe an die gesamte Prozesskette
00:10:12: oder welche Anforderungen haben die Verordnenden oder die Therapeutenen und natürlich auch
00:10:19: die Patienten selber an die Hilfsmittel.
00:10:21: Ja und deshalb, so wie du schon vorhin auch sagtest, FDM-Druck ist ja kein schlechtes
00:10:27: Drucksystem.
00:10:28: Wenn man sich selber als Ziel genommen hat in der OT-Werkstatt, wir drucken jetzt nur
00:10:33: Modelle, um halt traditionell zu fertigen, dann ist das ein hervorragendes Drucksystem.
00:10:39: Wenn man jetzt aber sagt, wir haben immer mal wieder Handortesen, Daumenortesen, wir
00:10:44: wollen eine super, super Oberflächenqualität haben, da ist dann ein SLR Druck zu empfehlen
00:10:53: und wenn ich aber mehr Ortesen herstellen möchte, dann sollte man über ein pulverbasiertes
00:11:00: Druckverfahren nachdenken.
00:11:01: Ja, vollkommen richtig, sehe ich genauso.
00:11:04: Also das richtige System, da sollte man wirklich gucken, was hat man für ein Anwendungsfall,
00:11:08: und welche Hilfsmittel und wie häufig hat man dann auch diese Hilfsmittel, die man dann
00:11:13: produziert.
00:11:14: Genau, darauf wollen wir man in der Fakt plus sensibilisieren an der Stelle.
00:11:17: Ich habe noch einen Punkt bei mir hier auf der Agenda, auch zur Vermeidung von diesen,
00:11:24: ich sag mal, Investitionsgräben oder sowas, gerade im Kontext von 3D-Druck.
00:11:28: Wenn es zum Beispiel um die Einführung von 3D-Druck-Technologien geht, stoßen wir ja häufig auch auf Einwände
00:11:35: und Vorwände, warum das denn nicht geht.
00:11:38: Das lohnt sich für uns nicht, wir haben keine Zeit, uns damit auseinanderzusetzen und so
00:11:43: weiter und so weiter.
00:11:44: Und wie siehst du denn generell das ganze Thema Schulungen in Autobedie-Werkstätten
00:11:50: beziehungsweise, wo siehst du da den Unterschied zwischen klassischen Schulungen im Vergleich
00:11:56: zu digitaler Werkbankschule oder 3D-Druckschulung für die Autobedie-Werkstatt?
00:12:01: Ja.
00:12:02: Also das begegnet mir auch ganz oft diese klassischen Ein- und Vorwände, dass man keine Zeit hat
00:12:10: und das lohnt sich nicht und man weiß nicht genau.
00:12:12: Aber das ist ja wie mit allen Technologien, die ich noch nicht bei mir im Betrieb implementiert
00:12:20: habe.
00:12:21: Man muss sich damit natürlich beschäftigen.
00:12:22: Aber am Ende des Tages bin ich fest davon überzeugt oder du hast das bestimmt auch schon
00:12:29: ganz oft mitbekommen aus verschiedenen Branchen und auch Betrieben.
00:12:34: Wenn man sich damit einmal beschäftigt hat, dann ist 3D-Druck ein super effektives Werkzeug,
00:12:40: um die Prozesse intern auch voranzutreiben.
00:12:42: Ja.
00:12:43: Um Bezüglich Schulungen, Fortbildungen, da kann ich sagen, es gibt natürlich viele Fortbildungen
00:12:50: oder Seminare, die allgemein gehalten sind, auch ein bisschen spezifisch auf die OT-Branche.
00:12:56: Aber oder das ist auch alles super gut für eine allgemeine Einführung.
00:13:02: Aber das deckt natürlich nicht die Fragestellungen ab, die ich betriebsbezogen habe.
00:13:09: Ja, weil jeder Betrieb hat ja andere Herausforderungen, hat andere Gegebenheiten, hat unterschiedliche
00:13:16: Patienten, möchte unterschiedliche Sachen drucken aus unterschiedlichen Materialien etc.
00:13:21: Und deshalb ist es wichtig, betriebsbezogen auf
00:13:25: geschult zu werden, weil das ist am Ende des Tages effektiv und spart dann natürlich auch
00:13:31: Geld, weil man die mitarbeiten denn nicht pauschal auf irgendwelche Seminarshit zwei Tage. Man denkt
00:13:38: als Geschäftsführer nach vielleicht okay, jetzt waren ja meine angestellten zwei Tage
00:13:45: unterwegs gewesen, die Schuhe hat x Euro gekostet und jetzt müssen die das kennen können. Ja,
00:13:52: ja, aber also wir kennen das ja alle, wenn wir auf dem Seminar waren, auf einer Fortbildung, wir
00:13:58: bekommen da so viel Input und sind motiviert das einzusetzen im Alltag, aber machen wir uns nichts
00:14:05: vor, dann ist Urlaubzeit, Krankheitszeit, dann muss ich die Sachen von Kollegen oder Kollegen
00:14:11: übernehmen, dann kommen mehr Aufträge und dann kann ich mich damit gar nicht beschäftigen. Und
00:14:16: deshalb ist es wichtig meiner Meinung nach ein nachhaltiges Schulungsprogramm anzubeten, damit man
00:14:23: die Betriebe auch vernünftig begleitet auf ihrem Weg in die additive Fertigung. Ja, es gibt ja nicht
00:14:29: umsonst auch die Meisterschule, die geht ja auch nicht nur ein Wochenende. Genau, ja, das kann man
00:14:36: sich so ein bisschen irgendwie mitnehmen. Also jetzt ja wirklich so jeder muss erstmal mehrfach
00:14:40: etwas lernen, damit es auch wirklich in Fleisch und Blut umsetzen kann und auch dort auch der Hinweis
00:14:46: von wegen macht euch gerne schlau, was gibt es da für Möglichkeiten her und auch nachhaltige
00:14:52: Schulungskonzepte nutzen zu können, die hat auch passgenau für eure OT-Werkstatt, halt auch passen
00:14:57: und auch für euer Team passen, weil das ist ja auch so Schulungen werden ja auch zwischen Menschen
00:15:01: gemacht, das ist auch ganz ganz wichtig und das ist da halt einfach miteinander gut harmoniert,
00:15:07: weil dann hat man halt den größtmöglichen Vorteil auch für sein eigenes Unternehmen
00:15:13: nach vorne gerichtet. Wichtig ist natürlich darauf zu achten, dass man Schulungen in Anspruch
00:15:19: nimmt, wo die Leute, die das halten natürlich auch vom Fach sind. Es nützt ja wenig, wenn das
00:15:26: jemand ist, der die Branche gar nicht kennt, der die Herausforderungen, die alltäglichen
00:15:31: Herausforderungen gar nicht kennen und da ist dann auch darauf zu achten, dass man da auf Augenhöhe
00:15:36: in der selben Sprache unterwegs ist. Oh ja, definitiv, definitiv. Du hattest vorhin mal was
00:15:42: vom Thema zum Thema Software gesagt, da fällt mir auch gerade noch was ein, weil Software ist ja auch
00:15:47: immer kann teuer sein, kann günstig sein, kann wie auch immer geartet sein, es gibt ja auch
00:15:52: verschiedenste Anforderungen und genau im Bereich Software, da kommt es ja auch immer wieder häufig
00:15:58: vor, dass Betriebe bereits zum Beispiel Scanner und CAD Software am Einsatz haben, wo da eine
00:16:04: Komponente davon haben, aber die Technologie halt dann doch nicht wirklich passt. Also wenn ich sage,
00:16:09: Technologie passt nicht richtig, sieht man es ja relativ einfach. Wie häufig wird dann gescannt,
00:16:14: wie häufig wird modelliert und wie häufig wird dann am Tagesende gedruckt? Und wie findest du
00:16:19: denn eigentlich die richtige Software beziehungsweise? Warum ist das denn wichtig? Kannst du da vielleicht
00:16:24: mal so ein paar Tipps und Tricks geben, wie man auch dort als Orthobedi-Werkstatt sich ein bisschen
00:16:30: orientieren kann? Ja, also das ist natürlich eine kostfordernde oder die Frage ist natürlich sehr
00:16:39: schwergewichtig meiner Meinung nach und ich glaube, da könnte man eine eigene Podcast-Folge
00:16:45: drüber machen, glaube ich. Aber ich versuche das mal kurz aus meiner Sicht zu beantworten und ja,
00:16:53: wer mich kennt, der weiß, dass ich ein Freund von Analogien bin, ich versuche das jetzt aber nicht
00:16:58: zu machen. Ich gebe mir Mühe, dass jetzt wirklich auf der Sachebene von 3D-Druck und OT
00:17:06: bisschen zu beantworten. Aber auch da ist natürlich wichtig darauf zu achten, dass teuer nicht gleich
00:17:13: gut ist und preiswert nicht gleich schlecht ist. Es kommt immer darauf an, welche Herausforderungen
00:17:21: habe ich denn überhaupt bei mir intern im Betrieb? Welche Art von Versorgungen möchte ich denn überhaupt
00:17:27: modellieren, konstruieren, was sollen gedruckt werden oder wie viele Versorgungen mache ich denn überhaupt
00:17:35: in einem gewissen Zeitraum? Und da gibt es ganz grob gesagt die Möglichkeit eine webbasierte
00:17:41: Software zu nehmen. Da bezahlt man in der Regel pro Stück, also das, was man bearbeitet, webbasiert
00:17:49: und dann downloadet, dann bezahlt man einen entsprechenden Betrag und dann gibt es natürlich
00:17:55: Softwaren, die sind Lizenzbasiert. Damit hat man in der Regel viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten,
00:18:01: damit kann man fast alles modellieren und konstruieren. Wie gesagt, das kostet dann eine
00:18:07: jährliche Lizenzgebühr, in der Regel noch eine Anschaffungsgebühr. Aber das muss auch nicht
00:18:13: schlecht sein oder das Invest kann sich ja trotzdem lohnen, wenn man für sich selber klar ist, wie
00:18:19: viele Versorgungen mache ich denn über einen gewissen Zeitraum und wie komplex sind die Versorgungen
00:18:25: die ich konstruieren möchte und da muss man dann für sich selber abwägen, auf welcher Flughöhe man
00:18:31: gerade unterwegs ist. Genau, also doch da denke ich mal können wir auch nochmal separat die ein oder
00:18:37: andere Podcast Folge auch ein bisschen tiefer gehen mit gestalten. Also wenn ihr als Hörer, das ist uns
00:18:43: halt wichtig, wenn ihr sagt, das wäre für euch ein spannendes Thema, dann schreibt es auch mal irgendwie
00:18:47: die Kommentare oder kontaktiert uns mal, um zu gucken, ob das für euch spannend wäre oder nicht,
00:18:53: dann können wir da auch noch mal ein bisschen tiefer mit reingehen. Genau, ja ich glaube das passt,
00:18:58: dass wir zu dem Thema Software würde ich sagen, ich habe noch mal einen Punkt mit bei von wegen,
00:19:03: ein weiteres großes Thema, was ich halt immer wieder sehe, sind halt das Thema laufende Kosten. Man
00:19:07: hat ja nicht nur den 3D Drucker, egal in welcher Ausprägung, also ob jetzt wirklich vom Einsteigermodell
00:19:13: paar 100 Euro bis ein paar 1000 Euro bis ein paar 100.000 Euro, also wir haben ja wirklich eine
00:19:19: komplett große Bandbreite und einige gucken halt wirklich immer nur was in die Anschaffungskosten
00:19:25: per se ist es immer zu teuer, egal in welchem Bereich wir sind, das ist das, was ich ja immer wieder
00:19:31: auch gespiegelt bekomme, aber was kommt ja mal drauf an, was ist der Return on Investment, also wie
00:19:37: produktiv ist man denn damit, dann relativiert sich das relativ schnell oder kann sich das relativieren,
00:19:42: aber welche Punkte sollte man denn noch so berücksichtigen, damit halt der 3D Drucker nicht
00:19:48: zur Geldverbrennungsmaschine wird, sondern wirklich produktiv zur, ich sage mal, Gelddruckmaschine
00:19:54: hinwachsen kann im eigenen UT-Raum oder in der eigenen UT-Werkstatt, hast du da Dennis vielleicht
00:20:00: noch mal ein, zwei Hinweise, wenn es da um das Thema geht, nicht nur Anschaffungen, sondern was darüber
00:20:05: hinaus noch mal betrachtet werden sollte. Ja, ich versuche gerne da mal was zusammenzufassen,
00:20:12: so ganz ohne Analogie glaube ich komme ich jetzt doch nicht ab. So wie wir ja Anfangs
00:20:21: das Podcast schon gesagt haben, das ist ja alles ein Werkzeug, genauso wie beispielsweise ein
00:20:27: Infrarotofen oder früher noch eine klassische Heizplatte, die noch mit Teflon bezogen war.
00:20:35: Und so ist es ja beim 3D Drucker auch, das ist eine Maschine und die verschleißt natürlich, ja,
00:20:42: ich habe auch mal Auswahlzeiten, ich habe Standzeiten und dann habe ich auch vielleicht mal einen
00:20:48: Fehldruck, unabhängig davon welches Drucksystem das ist, das kann verschiedene Gründe haben,
00:20:54: genauso wenn die die Heizplatte, wenn da eine Spirale mal nicht funktioniert hat,
00:21:00: dann wurde mein P.P. oder mein P.E. nicht gleichmäßig thermoplastisch verformbar und so ist es beim
00:21:09: 3D Drucker auch, ja, das ist eine Maschine, die kann ausfallen, die kann natürlich auch mal kaputt
00:21:15: gehen und je nach Invest oder auch Drucksystem muss ich ein bisschen mehr menschliche Arbeitszeit
00:21:22: reinstecken, dass der Drucker lieb und brav druckt und andere Drucksysteme, die sind halt
00:21:28: wartungsfreier, aber dennoch, wie es bei allen Maschinen ist, ich habe natürlich in der Regel
00:21:35: einmal im Jahr einen Service, der durchzuführen ist, je nachdem, dann habe ich noch nach jedem Druck,
00:21:42: wenn es ein Pulverdrucker ist, und dann gibt es noch eine Nachbearbeitungsstation, die sollte
00:21:47: natürlich sauber gehalten werden, da ist dann zu empfehlen, das dann immer nach einem Bruchshop
00:21:54: sauber zu machen oder einmal die Woche dann sauber zu machen, so wie im Prinzip im Schleifraum auch,
00:21:59: wo meine ganzen Fräsen und Schleifmaschinen sind, die macht man auch regelmäßig sauber und steckt
00:22:05: menschliche Arbeitszeit da rein und nichts anderes ist es beim 3D Drucker auch. Genau, und auch jetzt
00:22:10: nochmal im Resin, wenn man jetzt den Resindruck zum Beispiel anguckt, da muss man natürlich auch
00:22:15: darauf achten, dass das Resin im Becken halt auch eine Art von Halbwertzeit hat und wenn das dann auch
00:22:21: wieder zu lange vielleicht nicht benutzt wird, also mehrere Wochen oder Monate, dann muss man das
00:22:27: halt auch tauschen, das kann halt auch vorkommen oder im Filamentbereich, haben wir auch mal das Thema,
00:22:33: dass zum Beispiel einige Filamente auch getrocknet werden müssen, sonst sind sie halt Sprüte oder
00:22:37: Reisen oder haben nicht so die Haftwirkung, die man eigentlich möchte, oder auch die Nozzle, also der
00:22:42: Extruder dort, wo dann entsprechend das Würstel aufgedruckt wird auf die Druckplatte, das muss
00:22:47: halt auch mal getauscht werden oder geschwiert werden, die Achsen, also vollkommen richtig, sich
00:22:53: genauso, also man sollte immer ein bisschen Service, ein bisschen Wartung, immer mit Einplanen in das
00:22:58: ganze Thema zusätzlich zu den Anschaffungskosten und auch das Thema Training, was ich halt auch nochmal
00:23:04: ganz stark unterstreichen möchte, dass halt das gesamte Team oder die Personen, die wirklich damit
00:23:09: umgehen sollen, dass die halt auch geschult werden, dass man da vielleicht auch mal ein, zwei Tage mehr
00:23:15: oder kontinuierliche Trainings mit dazu involviert, das macht auf jeden Fall Sinn. Häufig ist es auch so,
00:23:21: dass die Orientierung der gedruckten Versorgungen oder Hilfsmittel im Bauraum je Technologie auch
00:23:26: unterschiedlich sind. Wenn man eine hübsche Oberfläche haben soll, die glatter sein, wenn man
00:23:30: eine bestimmte Schrift haben, die gutleserliche ist oder oder oder oder bestimmte Details,
00:23:35: dann kann man da auch manchmal eine andere Orientierung einnehmen, je nachdem, was man für
00:23:40: ein 3D-Drucksystem hat. Also, genau. Wie sehe ich genauso? Ich glaube, wir haben hier fünf sehr spannende
00:23:47: Punkte mal zusammengetragen, die hoffentlich dich als Hörer so ein bisschen abgeholt haben, also
00:23:53: Zusammenfassung, wirklich das Thema, also nochmal kurz auf den Punkt gebracht. Na, um Schulung sind
00:23:58: wir als wichtig, dann jedes 3D-Drucksystem hat seine Vorteile, Vorteile und Nachteile. Bitte
00:24:05: achtet auch auf die Materialien, den Platzbedarf etc. etc., dass die Wahl auch richtig getroffen
00:24:11: wurde und dass auch die gesamte Prozesskette dann auch eingehalten ist. Dann hat man natürlich
00:24:15: auch das ganze Thema, eben wie viel Zeit habe ich denn und Schulung, da haben wir hier nochmal
00:24:20: angerissen und auch Thema Software. Und Dennis, viel lieben Dank, dass du heute dabei warst und
00:24:29: auch in den nächsten Folgen natürlich immer wieder dabei bist, um Impulse zu geben, weil das wichtig
00:24:33: ist. Wir werden hier auch entsprechend nochmal weitere Themen vertiefeln. Also, wenn ihr der Feedback
00:24:40: habt und sagt, das Thema interessiert euch besonders, schreibt uns einfach. Und ja, wir sind jetzt damit
00:24:46: schon am Ende der Folge, der heutigen Folge angelangt und ich hoffe, dass du heute einige
00:24:51: wertvolle Tipps mitnehmen konntest für deine Ortbediehwerkstatt, um einfach unnötig Kosten
00:24:56: aufwand oder vielleicht auch so ein hart Gedanken, wie könnte man was machen, ein bisschen glattgezogen
00:25:01: bekommen hast, um die Entscheidung für 3D-Druck besser zu evaluieren. Und wenn du mehr darüber
00:25:07: erfahren möchtest, wie du 3D-Druck Gewinn bringt, in deinem Unternehmen einsetzen kannst, dann schau
00:25:12: gerne in die Show-Notes. Wir werden dann nochmal ein bisschen was zusammenstellen und da findest du
00:25:17: alle relevanten Informationen links zu dieser Folge. Und vergiss bitte auch nicht, uns einen Kommentar
00:25:23: bei iTunes zu hinterlassen, fünf Sterne zu geben und das hilft uns natürlich auch, dass wir noch
00:25:28: mehr spannende Inhalte für dich polizieren können und abonniere gerne den Podcast oder verteile
00:25:33: den auch in deinem Netzwerk, damit wir da auch ein Bekanntheitsgrad bekommen für die Leute,
00:25:39: die wirklich nachdenken, 3D-Druck in der eigenen Werkstatt anzubinden oder umzusetzen. Und wir sind
00:25:46: auch bei LinkedIn unterwegs, also Dennis und ich sind auch bei LinkedIn unterwegs und hier auch noch
00:25:50: mal ein Aufruf. Wir haben auch eine deutschsprachige Gruppe für die Ortbediettechnik gegründet, die
00:25:56: nennt sich 3D-Druck in der Ortbediettechnik "Anwender aus Deutschland" und hier diskutieren wir mit
00:26:02: unseren Experten über die besten Lösungen für die Ortbediettechnik. Also melde dich dort an,
00:26:08: da müssen wir euch dann entsprechend einmal freischalten, weil wir wirklich wollen, dass das halt eben
00:26:14: auch eine ausgewählte Gruppe ist von Experten und Anwendern, die halt wirklich umsetzen wollen,
00:26:19: also kommt in die Gruppe mit rein bei LinkedIn. Und ganz ehrlich, der letzte Spruch noch, wenn du etwas
00:26:24: Handfestes haben möchtest, um nochmal die Informationen, die wir so ein bisschen aufbereiten,
00:26:29: eben den Händen zu halten, Anmerkungen zu machen oder sowas, dann bestell dir unseren
00:26:34: Praxisleitfaden, 3D-Druck in der Ortbediettechnik über unseren Shop. Das packen wir auch noch mal
00:26:38: mit rein, weil wir werden auch noch mal einen kleinen Gutscheinkot mit dazu packen,
00:26:42: für die, die über den Podcast kommen. Und es hat mich sehr gefreut für die Zeit,
00:26:46: dass du heute eingeschaltet hast und bis zum nächsten Mal, dein Dominik Heinz.
00:26:50: [MUSIK]
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