Postprocessing in der digitalen Fertigung: So machst du 3D-gedruckte Orthesen abgabefähig
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen in der OT 3D Werkstatt.
00:00:02: Ich bin Dominik Heinz und wenn du dich gefragt hast, warum 3D gedruckte Bauteile noch nicht
00:00:08: perfekt aus der Maschine kommen und wie du sie auf ein professionelles Level bringen kannst,
00:00:14: dann bist du bei der heutigen Folge genau richtig.
00:00:17: Denn heute dreht sich alles um Post-Prozessing im 3D Druck.
00:00:20: Genau.
00:00:21: Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich wieder mal nicht alleine bin, sondern mein Co-Host
00:00:26: und Experte Dennis Opielkas auch mit dabei.
00:00:28: Hi Dennis, sei gegrüßt.
00:00:30: Ja, grüße dich zurück.
00:00:32: Hallo Dominik.
00:00:33: Ja, sehr schön auf jeden Fall.
00:00:35: Du Dennis, wir reden ja immer wieder über 3D Druck und Möglichkeiten und so weiter und
00:00:41: so weiter und so fort.
00:00:42: Heute soll es mal ein bisschen um Post-Prozessin gehen, weil ja, wir immer wieder auch mal
00:00:47: die Frage bekommen, naja, das ist alles irgendwie ein graues Bauteil, das hat so eine Gruppe,
00:00:52: Haptik und da muss man ja bestimmt viel Zeit aufwenden und so weiter und so weiter und
00:00:57: ich glaube, das ist wirklich ein sehr, sehr gutes Thema, was wir jetzt gerade mal ansprechen
00:01:02: in dieser heutigen Folge.
00:01:04: Absolut.
00:01:05: Also das sehe ich auch so und ich kann das auch bestätigen, was du gesagt hast.
00:01:09: Man wird ja doch schon hin und wieder angesprochen von Interessenten, die interessiert sind,
00:01:16: ein Bruchsystem zu kaufen, aber dann sich noch gar nicht vorstellen können, okay, was passiert
00:01:22: denn überhaupt mit den gedruckten Hilfsmitteln.
00:01:24: Und ja, deshalb hatten wir uns ja dann zusammengesetzt im Vorfeld und mal überlegt, wie wir das in
00:01:32: der Podcast-Folge packen können und ich glaube, die heutige Podcast-Folge wird richtig informativ,
00:01:38: auch wenn wir noch nicht so tief ins Detail gehen, aber ja, die Zuhörnern können sich
00:01:44: auf jeden Fall überraschen lassen, was wir heute zu berichten haben.
00:01:47: Ja, das sehe ich genauso.
00:01:49: Wenn man sich jetzt nochmal überlegt bezüglich der gedruckten Bauteile, ja, die Nacharbeitung
00:01:55: ist schon wichtig meiner Meinung nach, denn sie kann dann den Unterschied machen zwischen
00:02:00: einem brauchbaren oder einem richtig guten, praxistauglichen und optisch schönen Bauteil.
00:02:06: Ja, definitiv.
00:02:07: Also, man will ja am Tagesende ja auch ein abgabefertiges Hilfsmittel produzieren über
00:02:12: den 3D-Druck und wir steigen auch gleich richtig ein, auch was so die wichtigsten Postprozesse
00:02:18: Techniken sind, also alles, was quasi nach dem Druck passiert, wie die Weiterverarbeitung
00:02:24: ist und genau, weil wir können ja diese 3D-Druck-Bauteile nicht einfach aus dem 3D-Drucker
00:02:31: nehmen und direkt als Hilfsmittel verwenden und genau hier steigen wir jetzt auch ein
00:02:36: bisschen mal ein von wegen.
00:02:38: Also, warum können wir das eigentlich gar nicht, Dennis?
00:02:40: Das ist eine sehr gute Frage, Dominik.
00:02:43: Der Grund ist, dass 3D-Druckverfahren, egal ob das jetzt Pulverdruck, FDM oder SLA sind,
00:02:51: ihre Eigenheiten haben.
00:02:53: Denn die Oberflächen beispielsweise beim Filament, die sind etwas rauer und man kann sichtbare
00:02:59: Schichtlinien erkennen oder auch Stützstrukturen, müssen je nach Geometrie auch noch entfernt
00:03:05: werden.
00:03:06: Und in der UT kommt noch hinzu, dass die Bauteile hautfreundlich, stabil, unoptisch ansprechend
00:03:11: sein müssen und all das erreicht man erst durch die richtige Nacharbeitung.
00:03:16: Ja, okay.
00:03:17: Also, es geht halt nicht so wirklich darum, das, nee, anders gesagt.
00:03:24: Also, es geht halt nicht nur ums Aussehen, genau, hier seid ich gerade einen kleinen
00:03:27: Knoten im Kopf, aber das ist nicht schlimm, das passiert halt, ne?
00:03:30: Und, sondern es geht halt wirklich um die Funktionalität und auch die Hautverträglichkeit, das ist halt
00:03:35: wichtig, gerade wenn wir in dem Bereich Medical Device Regulation zum Beispiel gehen.
00:03:39: Es ist besonders, besonders wichtig, wenn du jetzt als Zuhörer zuhörst, also wirklich
00:03:44: schau drauf, prüfe die Materialien, die Wahl der richtigen Grundmaterialien auf zertifiziert
00:03:49: und geprüftem Materialien ist extrem wichtig, ne?
00:03:51: Überhaut fast nur zurückgreist.
00:03:52: Und dann lass uns mal in die verschiedenen Methoden einsteigen, der Prozesskette im
00:03:57: Resin zum Beispiel oder vielleicht auch ein Prüferbett, das macht auf jeden Fall Sinn.
00:04:02: An der Stelle noch mal ein kleiner Hinweis.
00:04:04: Im Bereich Filament sehen wir das eher so ein bisschen so, dass es halt so in Richtung
00:04:10: Probeschuhe ist oder eine Probeorthese, wo man denn Filamentdruck sehr gut einsetzen
00:04:15: kann auf jeden Fall.
00:04:17: Der klassische Anwendungsfall ist so zum Beispiel ein transluzentes Polyprobelin, was man dann
00:04:22: halt für eine Anprobe nutzen kann.
00:04:24: Und das muss natürlich nicht gleich 100 korrekt oder die perfekte Oberfläche sein.
00:04:30: Und heute wollen wir uns halt wirklich ein bisschen auf das Thema abgabefertige Hilfsmittel
00:04:36: fokussieren, also welche 3D-Drucksysteme da mit reinkommen, also im Postprozess.
00:04:40: Und da haben wir natürlich das Thema eben mit Resindruck und auch das ganze Thema mit
00:04:46: dem Pulverdruck und fangen wir doch einfach mal mit dem Bereich Resindruck an.
00:04:49: Wie sieht denn dieser Prozess eigentlich aus denn, wenn du durch diese Prozesskette gehst,
00:04:55: der Form 4 oder wie auch immer gedruckt hat, wie läuft denn da so die Prozesskette?
00:04:59: Ja, schön, dass du fragst.
00:05:03: Ja, einige von euch, die mir auf LinkedIn folgen, werden es wahrscheinlich auch schon auf meinem
00:05:10: Profil gesehen haben.
00:05:11: Ich poste ja ziemlich viele Videos auch, um euch einfach zu veranschaulichen, wie einfach
00:05:17: bzw. wie überhaupt so ein Prozess aussieht.
00:05:20: Aber um das jetzt mal in Worte zu fassen, beim Resindruck kann man sich das so vorstellen,
00:05:26: wenn der eigentliche Druck fertig ist in dem Resindrucker, dann macht man den Drucker
00:05:32: auf, nimmt die Bauplattform, wo die gedruckten Bauteile dranhängen, wo das raus, geht dann
00:05:40: in den oder geht dann zur entsprechenden Anlage, wo die Resinnteile reingelegt werden.
00:05:47: Dort werden sie ja circa 10 bis 15 Minuten gewaschen, weil das, man kann es ja so vorstellen,
00:05:55: an den gedruckten Bauteilen ist immer noch so ein Harzfilm, eine kleine Hartschicht
00:06:01: dran und die muss halt abgewaschen werden.
00:06:04: Das erfolgt automatisiert, wie gesagt, so zwischen 10 und 15 Minuten.
00:06:08: Wenn das dann fertig ist, dann nimmt man die frisch gewaschenen Teile, geht dann zu einer
00:06:14: anderen Anlage oder zu einer kleinen Maschine, das ist dann die Cure, dort werden die gedruckten
00:06:21: Teile ausgehärtet.
00:06:22: Je nach Material oder je nach Harz, welches ich verdruckt habe, dauert der Prozess circa
00:06:29: 15 bis 60 Minuten bezogen auf in der OT oder für die OT tauglichen Harzer.
00:06:37: Und wenn das dann ausgehärtet ist, dann nimmt man die Bauteile raus, kann die Stütztruktur
00:06:45: entfernen, genauso wie beim FDM Druck hat man beim Harzdruck auch einige Stütztrukturen.
00:06:52: Ja, dann werden die Stütztrukturen entfernt und ja an den Stellen, wo die Stütztruktur
00:06:58: Kontakt zu dem jeweiligen Hilfsmittel hatte, da sind dann noch so kleine Erhebungen, so
00:07:03: ganz kleine Pickelchen und die kann man dann ganz einfach mit 240er Handschmiergel, das
00:07:10: nehme ich immer, oder in der Werkstatt, dort hat man natürlich entsprechende Schleifmaschinen,
00:07:16: Trichterfräsen, da kann man dann auch mit einer Polierwalze eben kurz drüber gehen und dann
00:07:21: hat man eine abgabefertige Ortee mit einer sehr schönen glatten Oberfläche.
00:07:27: Ja, ich danke, also das klingt relativ einfach und mir ist immer ganz losgefallen von wegen,
00:07:33: wie lange benötigst du eigentlich für den Arbeitsprozess, also nach dem Druck das rausholen
00:07:38: und dann diese Prozessschritte machen, wie viel Zeit braucht es?
00:07:40: Aber du kennst ja den Prozess doch nicht.
00:07:42: Ja, ich weiß, ich weiß, aber am Tagesende...
00:07:45: 15 Sekunden.
00:07:46: Oh, ja, 15 Sekunden, also.
00:07:48: Das ist echt so, also wer mir das nicht glaubt, bitte schreibt mich an.
00:07:54: Ich habe wie vorhin schon erwähnt ganz viele Videos von dem Prozess, wo ich mich gefilmt
00:07:59: habe, wo man alles sehen kann, da ist nichts gestellt.
00:08:01: 15 Sekunden tatsächlich von, ich nehme die Bauplattform aus dem Drucker, gehe zur Wash,
00:08:09: pack die Teile da rein, drück auf den Knopf, wo es dann automatisiert durchwäscht.
00:08:14: Das dauert ca. 15 Sekunden.
00:08:16: Und wenn das dann abgewaschen ist, dann würde ich schätzen, oder man kann das ja auch sehen
00:08:22: tatsächlich auf dem Video, auch nochmal ca. 15 Sekunden, um die Teile dann in die Kühe
00:08:27: zu packen.
00:08:28: Das heißt eigentlich, die Erklärung dauert länger, als das wirklich im Arbeitsprozess
00:08:32: machen.
00:08:33: Ja, natürlich, ja.
00:08:34: Das finde ich...
00:08:35: Ein Verkaufen.
00:08:36: Ja, definitiv.
00:08:37: Also auch da liegt nur auch die Appellierung natürlich, wenn ihr das jetzt nicht glaubt
00:08:41: oder so, oder wenn ihr selber machen wollt, ihr seid der Handwerker.
00:08:44: Dann bucht euch bei uns ein Workshop, kommt in unseren Showroom, dann können wir das
00:08:50: einfach mal durchführen, dann drucken wir ein paar Hilfsmittel von euch auf den verschiedenen
00:08:54: Systemen und dann könnt ihr das selber mal testen.
00:08:57: Also, ich sag mal, du hörst ja jetzt hier gerade zu, weil du ja auch Interesse daran
00:09:01: hast, das umzusetzen.
00:09:02: Also macht das, von wegen, also wirklich, das ist ein Angebot, nutzt das und dann seht
00:09:09: ihr mal, wie schnell und einfach das funktioniert.
00:09:10: Ja, genau.
00:09:11: Also die meisten Arbeitszeit bräuchte man tatsächlich, um die Stütztruktur von den
00:09:17: Bauteilen abzutrennen.
00:09:18: Ja, das dauert vielleicht eine Minute.
00:09:21: Ja, genau.
00:09:22: Also dann muss man halt einfach ein bisschen nachschmögeln, dass das nochmal ein bisschen
00:09:26: glatt ist an den Stellen, wo wirklich die Supportstrukturen dran sind, also diese Stütztrukturen,
00:09:30: diese Gitter, die dann manchmal die der ein oder andere kennt.
00:09:33: Aber damit ist im Endeffekt der Postprozess beim Resiendruck auf jeden Fall erledigt.
00:09:39: Also relativ knackig und relativ kompakt.
00:09:42: Richtig?
00:09:43: Würde ich es auch so sehen.
00:09:46: Ja, und deshalb, anders als bei dir, bei dir weiß ich also deine Präferenz nach dem
00:09:50: Drucksystem.
00:09:51: Also meins ist aktuell so ein bisschen tatsächlich der Resiendruck.
00:09:55: Und ich glaube, das spiegelt ja auch, oder das spielen ja auch die Zahlen so ein bisschen
00:10:02: wieder, dass das auch bei unseren Interessenten oder den Kunden sehr beliebt ist.
00:10:07: Ja.
00:10:08: Und der Resiendruck, vor allen Dingen in der OT-Brunche.
00:10:10: Ja, aktuell merken wir ja schon, das war ja auch in einer der Vorgängerfolgen, wo wir
00:10:15: auch nochmal über den Form 4L zum Beispiel gesprochen hatten.
00:10:17: Du hattest über den Form 4L, das war ja wo ich unterwegs war.
00:10:20: Genau.
00:10:21: Und das ist, wir merken es halt, man hat einen großen Bauraum, der druckt total schnell
00:10:26: und der Prozess ist, hat Kinder einfach, also Kinder leicht, das ist unglaublich.
00:10:30: Aber natürlich, ich bin halt ein Pulverkind.
00:10:33: Nee, ist das halt nur, ich habe mit Pulver gestartet irgendwie, Pulverdruck und das ist irgendwie
00:10:40: so mein Lieblingsdruckprozess, muss ich sagen.
00:10:42: Aber warum ist es mein Lieblingsdruckprozess?
00:10:44: Na ja, ganz einfach, du kriegst halt viele Bauteile in kurzer Zeit und wir sind da halt
00:10:49: sehr stark in Kleinserienfertigung drin.
00:10:52: in digital additiver gefertigten Produktserien, die man denn umsetzen kann. Also wirklich Thema
00:10:58: additiver Fertigung heißt ja wirklich, wir fertigen viele Teile in kurzer Zeit und das kriegen
00:11:03: wir halt eben mit dem Pulverbett hin, mit dem Pulverdrucksystem hin, die wir natürlich auch
00:11:08: anbieten und ja, egal ob es jetzt ein kleinerer oder größerer Bauraum ist, aber trotzdem, je nachdem,
00:11:13: was man halt für Versorgungsarten hat, jetzt wieder auf die OT bezogen, ist das halt schon auch
00:11:18: ein sehr extrem effizientes System und halt die Qualität und die Güte ist, finde ich nochmal
00:11:23: noch mal ein Stück anders. Das ist nochmal irgendwie so ein Stück, finde ich persönlich,
00:11:28: meine persönliche Meinung irgendwie noch mal ein bisschen wertiger, so wie wenn man früher ganz
00:11:33: klassisch einen Spritzkusteil in der Hand hatte mit so einer schönen Oberflächen, Rawhide oder
00:11:37: Ultraglatt, was halt so aus wie ein Produkt halt sein muss und das halt sozusagen aus dem Pulverbett,
00:11:43: so jetzt habe ich genug geschwärmt, jetzt wird es Zeit, dass ich den Beimer in deine Richtung
00:11:49: gebe und Dennis, was passiert denn eigentlich nach dem Pulverdruck? Ja, aber vielleicht kam das
00:11:56: jetzt auch ein bisschen doof von mir oder vielleicht habe ich mich nicht ganz klar ausgedrückt,
00:12:01: also ich finde den Pulverdruck ja nicht doof, ganz im Gegenteil, aber was ich halt immer in den
00:12:07: Gesprächen mit den Hotelern merke, gerade bei kleineren Firmen oder die gerade anfangen,
00:12:12: die noch ein bisschen unsicher sind bezüglich Druckauslastung, Stückzahl,
00:12:16: da eignet sich dann schon ein bisschen besser erst mal für den Einstieg ein Harzdrucker,
00:12:21: bevor man sich dann direkt so ein größeres Pulverdrucksystem hinstellt. Ja, ist ja auch vom
00:12:28: im Besten ein bisschen was anderes, genau, also ich glaube auch der Zuhörer versteht das,
00:12:33: glaube ich, auch ganz richtig und wir merken das halt, beide Systeme sind super, beide Systeme
00:12:39: ergänzen sich total, beide Systeme haben dort wirklich ihren Vorteil, ihren Alleinstellungsmerkmal
00:12:45: und man kriegt aber unterm Strich mit beiden Systemen auch Abgabe fertige Hilfsmittel hin und
00:12:51: das ist wichtig und das ist so auch die Message, die wir natürlich transportieren wollen, aber jetzt
00:12:56: lasst uns nochmal zurückkommen, Bereich Pulverdruck, wenn der, wenn die Bauchammer fertig gedruckt ist,
00:13:02: was machst du da? Wie läuft es da los? Ja, also wenn der eigentliche Druckprozess abgeschlossen ist,
00:13:11: dann geht man hin, nimmt die Bauchammer, geht dann zur Materialaufbearbeitungstation, dort wird
00:13:20: dann das überschüssige, nicht verdruckte Pulver abgebürstet, intern abgesaugt, so dass es wieder
00:13:27: aufbereitet wird und für den nächsten Druckstopp zum gewissen Prozentteil wiederverwendet werden kann.
00:13:33: Ja, die gedruckten Bauteile werden dann per Hand grob abgebürstet, dann leg ich die alle in ein
00:13:42: Korb, danach kann ich dann in eine oder danach werden die grob gereinigten Bauteile in eine
00:13:50: Strahlanlage gepackt und dort laufen die dann auch automatisiert durch, je nach dem, je nach Größe,
00:13:59: Stückzahl, so zwischen 10 und 15 Minuten circa, dort wird dann in der Regel mit Glasbeeren und
00:14:05: Druckluft, werden die Bauteile beschossen und das überschüssige Pulver abgemacht,
00:14:12: jetzt ganz salopp ausgedrückt. Ja, nach 15 Minuten circa sind die Bauteile dann sauber gemacht.
00:14:19: Wem das dann nicht ausreicht, wer nochmal mehr verählende Oberfläche haben möchte,
00:14:26: dem stehen dann noch andere Optionen zu verfügen, beispielsweise man könnte die
00:14:31: Teile dann noch färben, man kann die gefärbten Teile dann noch mechanisch verdichten oder auch
00:14:38: noch chemisch glätten. Chemisch glätten kann man sich so vorstellen von der Oberflächenbeschaffenheit,
00:14:43: das hat Ähnlichkeit mit Spritzkustallen, das hat dann eine leicht glänzende Oberfläche und
00:14:50: ist auch schon wasserdicht bis zum gewissen Druck auch, ja hat also alle Postprozessmöglichkeiten
00:15:00: haben ihre Daseinsberechtigung und da gibt es jetzt auch kein Gut oder Schlecht. Ich sage immer,
00:15:07: es kommt immer darauf an, was der Kunde beziehungsweise was der Patient auch wünscht,
00:15:11: wie eine Oberflächenbeschaffenheit von den Bauteilen sein soll. Ja, auf jeden Fall. Also das
00:15:17: ist wirklich das Thema. Da gibt es totale Unterschiede. Wir sehen zum Beispiel bei einigen
00:15:23: Sanitätshäusern, die fahren da total drauf ab, wenn chemisch geglättete Bauteile dann vorher
00:15:29: eingefärbt sind und dann chemisch geglättet sind und dann hat man so richtig schöne Farben und
00:15:34: eine sehr glatte Oberfläche und andere Sanitätshäuser oder OT-Werkstätten sagen dann von wegen
00:15:40: Nehe. Also das ist mir einfach zu glatt. Das ist irgendwie von der Haptik nicht so toll. Das soll
00:15:45: doch noch ein bisschen rauer sein, aber trotzdem eingefärbt, aber vielleicht doch ein bisschen
00:15:51: kratzfester, kratzresistenter. Dann kann man halt eher wieder in diese Richtung polieren gehen
00:15:56: oder verdichten. Das ist von der Art und Weise relativ identisch, dass man eben mit härteren
00:16:01: Granulat auf diese Bauteile strahlt und da hilft es halt auch, Punkt 1, sich da auch ein Überblick
00:16:10: zu verschaffen. Also auch da zum Beispiel mal gerne einen Workshop bei uns zu buchen, vor Ort zu
00:16:14: kommen, sich die ganzen Teile anzugucken, auch selber mal eure eigenen Hilfsmittel bei uns
00:16:18: zu drucken, dass selber mal auszupacken, den Prozess durchzugehen und dann nochmal zu gucken,
00:16:22: was sind denn so die Grenzen, die ihr benötigt, um ans Ziel zu kommen. Also und aber vom Prozess her
00:16:29: auf jeden Fall auch total kinderleicht, muss man ganz ehrlich sagen und auch ein Punkt, Arbeitsschutz,
00:16:35: den ich immer im Bereich Pulver höre, ist halt von wegen ja, mit Pulver und da muss man aufpassen,
00:16:41: da muss man da irgendwie Schutzkleidung anziehen und so weiter und so weiter, weil halt in anderen
00:16:46: Pulversystemen nicht diese, die wir anbieten, sondern anderen Pulversystemen hat man halt mehr
00:16:51: mit Pulver auch zu tun. Aber bei den Systemen, die wir anbieten, wo der Prozess so ist, wie Dennis
00:16:57: das gerade gesagt hatte, haben wir den Vorteil, dass das halt zum Beispiel das Material auch in
00:17:02: dieser Material, im Materialbauraum, also in der Materialstation eben nach innen in das Gerät
00:17:07: reingesogen wird. Da hat man dann eben mit Druckluft, was dann also mit Luft, die denn angesaugt wird
00:17:12: und durch Filter gefiltert wird. Und man hat eine Klappe davor, dass man gar nicht so viel
00:17:16: Berührung hat mit dem Pulver an sich. Und natürlich klar muss man Handschuhe anziehen
00:17:20: oder oder halt eine kleine Maske, eine Maske entsprechend aufsetzen, aber das macht ihr ja im
00:17:25: Gipsraum genauso oder Dennis? Ja, also das ist ja bei uns in der Branche üblich allein, wenn man mit
00:17:31: Gießhärts arbeitet, in Gießhärtsraum steht oder Karbonfaser schneidet, da trägt man ja auch in
00:17:38: der Regel eine FF2-Maske beziehungsweise auch beim Schleifen, da trägt man Handschuhe. Also die
00:17:45: persönliche Schutzausrüstung gehört ja auch zu unserem Alltag in der OT-Werkstatt. Deshalb ist
00:17:50: das jetzt keine wirkliche Mehrbelastung, dass man einmal Handschuhe anzieht und nur Feinstaubmaske.
00:17:58: Ja, das sehe ich ganz genauso und deshalb das Thema Arbeitsschutz, wie gesagt, also da braucht man sich
00:18:05: auch im Pulver nicht wirklich Sorgen machen an der Stelle. Genau und so haben wir glaube ich in
00:18:12: der Folge schon mal einen ganz guten Überblick erst mal verschaffen können, wie so ein Post-Prozessingsschritt
00:18:18: aussieht, also wie die Nachbereitung aussieht, was man machen kann und worauf man achten soll,
00:18:23: also was Pflicht ist und was man halt noch mal zusätzlich machen kann. Und ich gehe mal ganz
00:18:27: davon aus, dass wir auch mal gesonderte Folgen noch mal machen, wo wir auch dann komplett eine
00:18:32: so eine Post-Prozessingstechnologie mal komplett auseinander nehmen und auch gerne dort noch
00:18:36: mal in die Tiefe einsteigen. Wir wollen natürlich jetzt auch nicht in den zeitlichen Rahmen so ein
00:18:41: bisschen sprengen muss man sagen, plus eben, dass man vielleicht zu sehr in die Tiefe jetzt
00:18:45: noch mal geht, sondern einfach, dass ihr Gruppen abgeholt wird. Genau, das war uns an der Stelle
00:18:50: wichtig oder Dennis? Oder hast du da noch mal was zu ergänzen? Ja, zwei Sachen fallen mir jetzt gerade
00:18:56: ein. Sonst würde ich mal eine Aufforderung starten, schreibt uns doch mal innerhalb der nächsten
00:19:02: Woche, welchen detaillierten Prozess in der gesamte oder in dem gesamten Workflow des Post-Prozesses
00:19:10: ihr gerne näher beleuchtet haben möchtet von uns in einer Podcast-Folge, dann können wir das gerne
00:19:15: aufgreifen und das andere, was ich sagen wollte, nochmal allgemein zum Post-Prozess, was Dominik
00:19:24: und ich in der Folge jetzt auch vermitteln wollten ist, dass fast alles möglich ist, was die Oberflächenbearbeitung
00:19:31: angeht, von leicht aufgeraut bis aufgeraut bis leicht schimmern bis hoch glänzend bis wasserdicht bis
00:19:40: speckige Oberfläche, sanftige Oberfläche, also das fast alles möglich und wenn ihr grundsätzlich
00:19:50: Interesse daran habt, macht euch Gedanken, wie das aussehen soll, nehmt Kontakt zu uns auf und wir
00:19:56: können euch dann dein Gehen beraten, welcher Post-Prozess Schritt dafür erforderlich ist.
00:20:02: Schöne Schlusswort auf jeden Fall und somit würde ich sagen, machen wir einfach mal den Haken wieder
00:20:09: dran, wir schließen heute unsere OT3D Werkstatt und vielen Dank Dennis erst mal, dass du wieder
00:20:16: dabei gewesen bist und einfach mal den Zuhörer mit mitgenommen hast. Ja, noch mal ein Appell von
00:20:22: wegen, wenn euch dieses Format gefällt, wenn ihr Fragen habt, kontaktiert uns, gibt uns ein Like,
00:20:27: einen Daumen hoch, kommentiert das Ganze auf dem Plattform, wo du gerade zuhörst. Wenn du das
00:20:35: gedruckte, eine gedruckte Fassung mal in den Händen halten willst, dann gibt es hier unseren wunderbaren
00:20:39: Praxisleitfaden, 3D Druck in der Autobedietechnik, wo wir schon die ersten 100 Exemplare
00:20:46: auch schon verkauft haben, also die wir schon ausgegeben haben und verkauft haben, muss man sagen.
00:20:50: Total klasse, dass da so die Nachfrage ist. Genau, bezieht euch über unseren Shop mit dem
00:20:56: Gutscherncode Podcast, spart ihr euch sogar noch die Versandkosten, also dann wird es noch mal
00:21:00: tickgünstiger für die, ich sag mal, Geizhalte unter euch. Und Sparfüchse, genau, ich will
00:21:08: nicht Sparfüchse, das ist ja schön gesagt. Genau. Und wenn ihr über LinkedIn seid, vernetzt euch mit
00:21:14: Dennis, vernetzt euch mit mir und kommt in unsere geschlossene Gruppe 3D Druck an, wenn da in der
00:21:21: Autobedietechnik, da gibt es immer wieder neue News, neue Videos, neue Impulse. Die Gruppe wächst und
00:21:26: wächst und wächst, Stück für Stück, muss ich sagen. Und wir freuen uns auf jeden Fall. Und
00:21:31: setzt bitte um, nicht nur zu hören, auch umsetzen, geht den Schritt. Wir sind dabei, euer Fachmann
00:21:38: ist an eurer Seite und wir können euch sehr gerne dadurch begleiten und bis zum nächsten Mal
00:21:44: danke fürs Zuhören.
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