AM Forum 2025 - 3D-Druck ist doch Raketentechnik
Shownotes
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Dominik Heinz und heute gibt es eine etwas ganz besondere Folge, würde ich sagen.
00:00:07: Und zwar war ich die letzten Tage auf dem Almpforum in Berlin unterwegs und habe dort spannende Vorträge gehört und mit die mich mit anderen Experten ausgetauscht.
00:00:16: Rund um den ganzen Einsatz zweck von 3D-Druck im industriellen Kontext und für diejenigen, die das Almpforum nicht kennen,
00:00:25: es ist eine der führenden Konferenzen für additive Fertigung in Europa und hier treffen sich Experten aus der Automobilbranche, der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik und viele weiteren Industrien, um sich über die neuesten Entwicklungen auszutauschen.
00:00:38: Genau, und ich war mittendrin und habe halt mit vielen Leuten gesprochen. Unternehmen zum Beispiel die Vorträge gehalten haben, wie zum Beispiel Siemens oder Airbus oder auch Lego.
00:00:49: Das waren extrem spannende Erkenntnisse, wie die denn aktuell 3D-Druck auch einsetzen. Und hier wurde mir mal wieder klar, muss man sagen, es geht halt nicht nur um den 3D-Druck an sich, sondern es geht halt um eine Lösung.
00:01:04: Das ist schon mal ganz, ganz wichtig. Und hier gibt es halt wirklich ganz spezielle Anwendungsfälle, die vielleicht auch für den Automobilbereich ganz spannend sein könnten.
00:01:14: Weil es geht am Tagesende ja nicht darum, von wegen "Oh, wir haben das jetzt mit der Fräse hergestellt oder wir haben das tiefgezogen", oder, oder, oder, sondern eins der Kernpunkte ist halt wirklich, man möchte halt entsprechend eine Lösung für die Patienten, wenn wir uns jetzt mal darauf wieder fokussieren.
00:01:31: Genau. Und ich habe insgesamt vier Takeaways, wenn man es so nimmt, mitgebracht, die ich besonders spannend fand und wo ihr vielleicht auch noch mal ein bisschen übernachten könnt, inwieweit das vielleicht auch für euch oder auch für die Ortobedi-Werkstatt spannend sein könnte.
00:01:46: Und zwar zum einen natürlich, es ist vollkommen egal, ob es aus dem 3D-Drucker kommt, es geht halt um schnelle Lösungen, also um schnell eine Anwendung zu produzieren.
00:01:57: Und eine spannende Sache war zum Beispiel auch, dass man hier zum Beispiel Anwendungen gezeigt hatte, die auch organisch waren, die optimiert waren auf 3D-Druck, aber trotzdem am Tagesende ein Zulieferer ist vollkommen egal ist, ob das Teil gefriest wurde, Spritzkuss, Spritzkuss-Inkließverfahren hergestellt worden ist oder per 3D-Druck oder irgendetwas anderes.
00:02:21: Es geht halt wirklich nur darum, dass man Zeit sparen kann, im optimalsten Falle natürlich auch Kosten, was halt bei einer Gesamtprozesskettenbetrachtung natürlich immer der Fall sein könnte, wenn man 3D-Druck richtig einsetzt.
00:02:35: Und das ist halt der wichtige Punkt. Und hier geht es natürlich auch so, vielleicht kennt ihr das ja auch, die aktuelle Patientenversorgung kann auch gerne mal ein, zwei Wochen oder auch drei Wochen andauern, je nachdem wie kompliziert das Ganze ist.
00:02:48: Aber man könnte zumindest bei den ein oder anderen Fällen, könnte man halt auch 3D-Druck einsetzen, um dann ein Hilfsmittel gedruckt, ein bisschen schneller für die Anprobe zu produzieren und dann den Patienten wieder halt in Sanitätersmaßnahmen.
00:03:03: Genau. Also, 3D-Druck ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um zum Beispiel Patienten schneller und individueller zu versorgen.
00:03:12: Genau. Dann ein zweiter Punkt, der relativ früh aufgetaucht war oder der aufgeploppt ist, dass die Prozesse standardisiert werden müssen.
00:03:21: Und zwar aktuell ist es zum Beispiel so, dass man verschiedenste Qualitätsstufen und Maßnahmen etabliert, aber am Tagesende ist doch jeder so ein Stück weit Macht, wie er es denkt, dass es richtig ist.
00:03:37: Und da habe ich mich zum Beispiel auch mit dem TÜV Nord länger unterhalten. Die haben wir halt auch gesagt, wir haben von wegen, dass halt verschiedene Standards Stück für Stück etabliert werden.
00:03:46: Das ist halt zum Beispiel das Ersatzteilmanagement von der Deutschen Bahn, zum Beispiel, dass dort jetzt auch ein Standard verabschiedet werden soll, um einfach sicherzustellen, dass jedes Teil die gleiche Qualität hat, dass es bestimmte Maßnahmen gibt, bestimmte Sondierungen auch gibt und halt Standard-Workflows.
00:04:05: Und genau das gilt es dann irgendwann halt auch in den Betrieben einzusetzen.
00:04:10: Ja, wie schaffen wir das dann am besten, digitale Prozesse halt wirklich im Alltag zu integrieren? Prüft eure Abläufe zum Beispiel? Gibt es klare Workflows oder arbeitet halt jeder nach seinem Bauchgefühl?
00:04:22: Das könnte man mal kritisch hinterfragen und vielleicht auch optimieren an der einen oder anderen Stelle.
00:04:28: Dann eigentlich, der ein oder andere kennt vielleicht meinen Beitrag im Gesundheitsprofi, wo ich mal geschrieben hatte, 3D-Druck ist keine Raketenwissenschaft.
00:04:38: Aber hier habe ich sehr deutlich gesehen, 3D-Druck ist Raketenwissenschaft, und zwar wortwörtlich.
00:04:45: Und zwar, da gab es einen sehr, sehr tollen Vortrag, zum Beispiel von der Raketenmission der Adriana, wo dann entsprechend,
00:04:55: auch Komponenten aus einem Metall-3D-Druck-Verfahren eingesetzt werden und auch wirklich umgesetzt
00:05:03: worden sind. Also da wurde zum Beispiel ein Kupfer-Teil, was auch auf der Formnex gezeigt
00:05:08: worden ist, an dem entsprechenden Stand. Das ist meines Erachtens halt wirklich High-Tech.
00:05:13: Also aus der Warte jetzt, du als Zuhörer wahrscheinlich. Und das war extrem spannend. Also einfach mal
00:05:20: gedruckte Raketenkomponenten, weil sie halt leichter sind, weil sie ein bisschen weniger Material haben
00:05:26: und oft auch stabiler. Gut, ich sag mal, es hält auf jeden Fall das aus, was es machen soll. Der größte
00:05:33: Punkt war im Endeffekt, dass man halt ein optimiertes Design umsetzen kann für 3D-Druck. Und so eine
00:05:40: Maßzahl war, dass zum Beispiel diese Raketenkomponenten aktuell können die ungefähr zehn Stück
00:05:47: pro Jahr produzieren. Und wenn man das umstellen würde, so in dem Fall, was da gezeigt worden ist,
00:05:52: dann können halt bis zu 50 gedruckt werden pro Jahr. Also das ist nochmal wirklich eine Hausnummer.
00:05:58: Also da ist ein großes Potenzial auf jeden Fall in dem Bereich, wenn man auch so ein bisschen an
00:06:03: diese Funktionsintegrationen denkt und halt nicht 100.000 verschiedene Komponenten verwendet.
00:06:09: Ja, ist heutzutage machbar. Und eine nächste Sache, die vierte Thema, was ich halt nochmal
00:06:16: kundtun will, was so ein bisschen in der 3D-Druck-Welt, in der 3D-Druck-Familie so ein bisschen
00:06:22: rumschwört, ist halt so, Mensch, wann kommt denn die nächste Killer-Applikation? Also die
00:06:26: Applikation, die jeder überall nutzen kann und so weiter und so weiter. Aber ja, es gibt aktuell
00:06:33: immer noch keine Killer-Anwendung. Aber viele, viele kleine Lösungen, die halt, ich sag mal, in jedem
00:06:42: Unternehmen unterstützend und für die Prozesssicherheit zum Beispiel bedienen. Also es gibt eben nicht diese
00:06:51: eine, diese eine Bahnbrechende 3D-Druck-Anwendung, die alles eben verändert. Aber es gibt halt
00:06:56: unglaublich viele kleine Lösungen, die in verschiedenen Bereichen einen Unterschied machen. Also
00:07:00: wo man schneller werden kann, wo man vielleicht eine Designintegration hat, wo einfach eine Lösung
00:07:06: nicht so lange auf sich warten muss. Man vielleicht dann doch an der oder der Stelle dann auch mal
00:07:11: ein bisschen schneller werden kann. Also das fand ich extrem spannend an der Stelle und was heißt
00:07:16: das eigentlich für die Orthopädietechnik? Ich sage mal, wir sollten nicht immer nach der großen
00:07:22: Revolution suchen. Vielleicht lacht der ein oder andere, aber einfach mal fragen, wo kann uns
00:07:28: denn 3D-Druck in kleinen Schritten weiterbringen, wo kann man vielleicht das Team nochmal entsprechend
00:07:33: unterstützen und vielleicht ist ein besserer Gipsabdruck durch einen digitalen Scan einfacher
00:07:41: für den Prozess und vielleicht auch für den Patienten. Aber vielleicht ist es auch besser
00:07:47: eine passgenau Autese oder eine Protese herzustellen durch einen 3D-Druck, durch einen 3D-Druck-Prozess.
00:07:53: Also das muss man halt wirklich nochmal individuell am Tagesende nochmal prüfen für
00:07:58: sich selber. Wir sehen hier und da immer Vor- und Nachteile in beiden Welten, sei es analog,
00:08:05: also wirklich so richtig handwerklich, aber auch digital, was wir halt wirklich immer wieder
00:08:09: merken ist, wenn es dann angekommen ist und wenn man das wirklich auch lebt, diesen digitalen Prozess,
00:08:14: dass man deutlich weniger Zeit aufwenden muss an der Werkbank, sondern dass man entsprechend dort
00:08:23: mehr Zeit für die Patienten aufwenden kann. Genau. Und das war jetzt einfach mal so ein
00:08:28: Side-Step, mal ein Nebenthema, was ich heute mal kundtun wollte, weil es wie gesagt ganz frisch
00:08:33: gerade in meinem Kopf auch ist, weil ich gerade von der Messe bin und ich fand es mal wieder sehr,
00:08:38: sehr gut, auch dass wir wieder so ein kleines Sponsoring dort machen durften am Tagesende
00:08:43: bei meinem Forum in Berlin. Und wenn das für euch spannend ist, vielleicht habt ihr ja auch Lust,
00:08:48: im nächsten Jahr mal zu meinem Forum zu kommen, euch das mal anzugucken, ein bisschen über den
00:08:52: Teller anzuschauen, wie das denn so in der Branche auch funktioniert. Und das ist halt nicht so ein
00:08:56: typisches Format wie jetzt auf einer Messe oder so, sondern man hat halt sehr, sehr viele Impulsvorträge.
00:09:01: Genau. Und wenn euch auch diese Folge gefallen hat, dann bitte positive Bewertungen, Kommentarsenden,
00:09:08: vielleicht ist das ja auch so ein Thema, was euch gar nicht interessiert, dass ihr sagt,
00:09:11: "Boah, diese Folge, die war extrem langweilig", dann schreibt es gerne mal rein. Aber am Tagesende
00:09:18: von wegen, vielen Dank fürs Zuhören. In den Show Notes werde ich nochmal einen Zwei-Links mit rein
00:09:22: packen und wenn ihr Lust habt, kommt gerne in die LinkedIn-Gruppe von uns, 3D-Druck in der
00:09:27: Orthobedie-Technik an Winder aus Deutschland. Und wenn ihr unseren Praxisleit-Faden in den Händen
00:09:32: haben wollt, dann geht einfach unseren Shop und dort könnt ihr unter der Angabe Podcast das
00:09:39: Ganze ohne Versandkosten dann beziehen. Und setzt um, nicht nur zuhören, ganz wichtig, ich freue
00:09:45: Ich freue mich, dass du heute zugehört hast. Bis zum nächsten Mal.
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