2. Advent - Herr Müller und der Geist der Weihnachtswerkstatt

Shownotes

Herr Müller saß in seinem Sessel, das Herz schwer und den Kopf voller Fragen. Die Worte des Geistes, der ihm erschienen war, hallten noch immer in seinen Gedanken wider. „Drei Geister“, murmelte er, während er versuchte, sich zu beruhigen. „Was soll dieser Unsinn?“

Doch bevor er sich weiter in seiner Verzweiflung verlieren konnte, spürte er plötzlich eine Präsenz im Raum. Ein sanftes, warmes Licht erfüllte den Raum, und als Herr Müller aufblickte, stand dort eine kleine Gestalt, die in helles, goldenes Licht gehüllt war. Die Erscheinung war kaum größer als ein Kind, doch sie strahlte eine unerklärliche Weisheit und Wärme aus, die den Raum zu erhellen schien. Der Geist war in eine einfache weiße Robe gekleidet, die sanft im Licht wehte, obwohl kein Wind zu spüren war. Sein Gesicht war freundlich, und die Augen funkelten, als trügen sie das Wissen von tausend vergangenen Wintern in sich. Ein schwaches Lächeln umspielte seine Lippen, doch darunter lag eine ernste, fast melancholische Note.

„Wer… wer bist du?“, fragte Müller zögernd, seine Stimme schwach und unsicher. „Ich bin der Geist der vergangenen Weihnacht“, antwortete die kleine Gestalt mit einer Stimme, die wie eine alte Melodie klang, sanft und beruhigend. „Ich bin gekommen, um dir zu zeigen, was einmal war.“ Bevor Herr Müller widersprechen konnte, streckte der Geist eine Hand nach ihm aus. Seine Berührung war leicht wie ein Hauch von Schnee, doch sie hatte eine seltsame Kraft, die Müller auf die Beine zog. Ehe er sich versah, standen sie beide mitten in einem Nebel, der sich um sie legte wie ein dicker Vorhang. Die Welt um sie herum begann zu verschwimmen, und Herr Müller konnte das leise Knistern des Holzes im Kamin seiner Werkstatt nicht mehr hören.

Als der Nebel sich lichtete, fand sich Herr Müller in einer vertrauten Umgebung wieder. Die Wände waren aus hellem Holz, und der Geruch von frischem Gips und Leder erfüllte die Luft. Es war das alte Sanitätshaus seiner Eltern, genau so, wie es vor vielen Jahren gewesen war. Müller sah sich um und erkannte jeden Winkel. Die Regale waren voll mit orthopädischen Hilfsmitteln, und die Werkbank seines Vaters stand im Raum, überladen mit Werkzeugen und halbfertigen Arbeiten.

Sein Herz schlug schneller, als er die Szene vor sich erkannte. „Das ist… das ist das Sanitätshaus meiner Familie“, flüsterte er. „So, wie es früher war.“ „Ja“, sagte der Geist ruhig. „So, wie es war, als du noch ein junger Mann warst.“ Herr Müller ließ den Blick schweifen, und dann sah er ihn: den jungen Müller, vielleicht Anfang 20, mit leuchtenden Augen und einem breiten Lächeln. Der junge Mann stand an der Werkbank und arbeitete an einer Orthese, die er mit großer Sorgfalt formte. Es war ein Bild voller Leben und Freude, und Müller spürte einen stechenden Schmerz in seiner Brust, als er das sah.

„Das bin ich“, flüsterte er. „So jung… und voller Hoffnung.“ Neben ihm standen seine Eltern. Sein Vater, ein großer, stämmiger Mann mit einem grauen Bart und müden, aber freundlichen Augen, gab ihm Anweisungen, während seine Mutter, eine zierliche Frau mit sanftem Gesicht und einer immer wachsenden Fürsorge, ihm aufmunternd zusah. Sie führten das Sanitätshaus seit zwei Generationen, und Herr Müller hatte sich immer darauf gefreut, eines Tages in ihre Fußstapfen zu treten.

„Du warst glücklich“, sagte der Geist der vergangenen Weihnacht sanft. „Du warst voller Tatendrang und hast Menschen geholfen. Es war nicht nur Arbeit für dich – es war deine Leidenschaft.“

Müller sah, wie sein jüngeres Selbst lächelnd mit einem älteren Kunden sprach, dem er gerade eine Orthese angepasst hatte. „Vielen Dank, junger Müller“, sagte der Mann und schüttelte ihm die Hand. „Frohe Weihnachten! Diese Orthese ist ein Segen.“ „Frohe Weihnachten!“, rief der junge Müller, sein Lächeln breit und voller Stolz. „Es freut mich, dass ich Ihnen helfen konnte.“

Der ältere Herr Müller beobachtete die Szene und spürte die Kälte, die ihn in den letzten Jahren umhüllt hatte. „Ich war glücklich damals“, sagte er leise. „Ich hatte Freude an meiner Arbeit. Es hat mir etwas bedeutet.“ „Ja“, antwortete der Geist, „du warst stolz darauf, Menschen zu helfen. Und deine Eltern waren stolz auf dich.“

Müller sah, wie sein Vater ihm auf die Schulter klopfte und nickte. „Du wirst dieses Sanitätshaus übernehmen, mein Junge. Und du wirst es großartig führen“, sagte der ältere Mann mit rauer, aber liebevoller Stimme. Seine Mutter lächelte. „Du hast den Geist des Hauses in dir, mein Sohn“, fügte sie hinzu. „Eines Tages wird es deins sein, und du wirst es noch besser machen.“ Der junge Müller strahlte. „Ich freue mich darauf“, sagte er voller Überzeugung. „Ich werde es weiterführen, so wie ihr es getan habt.“

Der ältere Müller, der all dies beobachtete, spürte einen Kloß in seinem Hals. Diese Erinnerungen, die so fern erschienen waren, kamen nun mit voller Wucht zurück. Er erinnerte sich an die Tage, als er noch Träume gehabt hatte. Träume, das Sanitätshaus zu übernehmen und mit Freude Menschen zu versorgen. Damals schien die Zukunft noch voller Hoffnung – doch wie schnell hatte sich das Blatt gewendet. Doch die heiteren Bilder, die vor ihm lebendig wurden, begannen sich zu verändern. Die fröhlichen Stimmen, die so klar und echt gewesen waren, verblassten allmählich. „Was passiert jetzt?“ fragte Müller nervös, als die Umgebung anfing, unscharf zu werden. Der Geist der vergangenen Weihnacht ließ einen Moment vergehen, bevor er antwortete.

„Die Zeit vergeht, Herr Müller. Menschen und Umstände ändern sich.“ Mit einer sanften Handbewegung des Geistes verschwanden die glücklichen Bilder seiner Eltern, und der Raum wurde dunkler.

Als der Nebel sich erneut lichtete, stand Müller nun allein in der Werkstatt – oder zumindest fast. Vor ihm saß der junge Müller an der Werkbank, doch der Tatendrang und die Freude waren aus seinen Augen verschwunden. Er arbeitete verbissen, sein Gesicht angespannt. Die fröhlichen Gespräche und das Lächeln, das er einst mit seinen Kunden geteilt hatte, waren verflogen.

„Was ist passiert?“, fragte Müller leise, als er das leere Gesicht seines jüngeren Ichs sah. Der Geist trat neben ihn und sagte sanft: „Deine Eltern sind gestorben, kurz nachdem du die Werkstatt übernommen hast. Du hast die Verantwortung auf deinen Schultern gespürt, aber anstatt die Unterstützung anderer zuzulassen, hast du dich mehr und mehr in deine Arbeit gestürzt. Du hast vergessen, warum du einst so stolz darauf warst, Menschen zu helfen.“

Müller sah sich selbst an, wie er einsam an seiner Werkbank saß, während die Uhr in der Ecke der Werkstatt leise tickte. Der einst lebendige Raum war nun still und leer, als würde ihm das Herz fehlen. Es gab keine fröhlichen Gespräche mehr, keine aufmunternden Worte seiner Eltern. Nur die ständige, einsame Arbeit. „Du hast dich von allem und jedem zurückgezogen“, fuhr der Geist fort. „Du hast keine Familie gegründet, keine Kinder. Die Arbeit wurde zu deinem einzigen Lebensinhalt.“

Der ältere Müller sah zu Boden, seine Gedanken wirbelten durcheinander. „Ich hatte Verantwortung“, murmelte er. „Ich musste das Sanitätshaus führen… ich hatte keine Zeit für anderes.“

Doch tief in seinem Inneren wusste Müller, dass es nicht nur die Verantwortung war, die ihn so distanziert gemacht hatte. Es war die Angst vor dem Verlust. Nachdem er seine Eltern verloren hatte, hatte er sich davor gescheut, sich noch einmal zu binden – sei es an Freunde, eine Familie oder sogar an seine Mitarbeiter. Der Raum um sie veränderte sich erneut, und diesmal war es eine spätere Szene. Müller sah sich selbst, einige Jahre älter, wieder an der Werkbank sitzen, die Augen müde und leer. Die Werkstatt wirkte noch trostloser als zuvor. Er arbeitete verbissen, ohne jegliche Freude, seine Hände mechanisch, sein Gesicht gezeichnet von den Jahren der harten Arbeit.

„Du hast alles für die Arbeit geopfert“, sagte der Geist, „aber in Wirklichkeit hast du dich selbst verloren.“

Müller konnte die Einsamkeit in seinem jüngeren Ich spüren, und es durchzog ihn ein kalter Schauer. Der Verlust seiner Eltern hatte ihm die Freude an der Arbeit genommen, und sein Leben war zu einem endlosen Zyklus von Aufgaben geworden, die er zu erfüllen glaubte. Er hatte niemanden mehr, an den er sich wenden konnte, keine Familie, keine Freunde – nur die Werkstatt, die ihm einst so viel bedeutet hatte. Der Raum um sie herum wurde dunkler, und als Müller sich umsah, wurde ihm klar, dass die letzte Veränderung bevorstand. Die sanfte Präsenz des Geistes der vergangenen Weihnacht begann zu verblassen, doch bevor der Geist ganz verschwand, legte er noch einmal seine Hand auf Müllers Schulter.

„Denke daran, was du verloren hast, Herr Müller“, sagte der Geist leise. „Und denke daran, warum du einst angefangen hast. Deine Reise ist noch nicht zu Ende.“ Mit diesen Worten verschwand der Geist, und Müller fand sich allein in der Dunkelheit wieder. Die Stille war erdrückend, und in ihm machte sich ein Gefühl der Angst breit. Was würde der nächste Geist ihm zeigen? Was würde die Zukunft bringen, wenn er weiterhin so leben würde?

Er hatte keine Zeit, diese Fragen lange zu überdenken, denn plötzlich spürte er eine andere Präsenz im Raum. Die Luft wurde kälter, und eine tiefe, unheimliche Stille legte sich über ihn. Der Boden unter seinen Füßen schien zu vibrieren, als die Gestalt des nächsten Geistes langsam aus dem Schatten auftauchte.

Transkript anzeigen

00:00:00: Hohoho, so jetzt ist der zweite Advent. Erstmal eine besinnliche Weihnachtszeit natürlich

00:00:07: über die erste Weihnachtswoche. Hat euch gut gefallen und ihr seid nicht zu gestresst.

00:00:12: Und jetzt kommen wir zum zweiten Kapitel unserer Weihnachtsgeschichte.

00:00:18: Herr Müller saß in seinem Sessel, das Herz schwer und den Kopf voller Fragen. Die Worte des

00:00:26: Geistes, der ihm erschienen war, halten noch immer in seinen Gedanken wieder. Drei Geister

00:00:32: mummelte er, während er versuchte, sich zu beruhigen. Was soll dieser Unsinn? Doch bevor er sich

00:00:39: weiter in seiner Verzweiflung verlieren konnte, spürte er plötzlich eine Präsenz im Raum. Ein

00:00:46: sanftes, warmes Licht erfüllte den Raum und als er im Müller aufblickte, stand dort eine kleine

00:00:53: Gestalt, die in helles, goldenes Licht gehüllt war. Die Erscheinung war kaum größer als ein Kind,

00:01:00: doch sie strahlte eine unklerliche, unerklärliche Weisheit und Wärme aus, die den Raum zur hellen

00:01:08: Schienen. Der Geist war in eine große weiße Rube gekleidet, die sanftem Licht wehte,

00:01:14: obwohl kein Wind zu spüren war. Sein Gesicht war freundlich und die Augen funkünden. Als

00:01:20: sie mit trugen, sieht das Wissen von tausend vergangenen Wintern in sich. Ein schwaches Lächeln

00:01:28: umspielte seine Lippe. Doch darunter lag eine ernste, fast melancholische Note. "Wer, wer, wer, wer bist du?" fragt Müller Zöger

00:01:40: und seine Stimme schwach und unsicher. "Ich bin der Geister vergangenen Weihnacht",

00:01:45: antwortete die kleine Gestalt, mit einer Stimme wie eine alte Melodie klang, sanft und beruhigend. "Ich bin gekommen, um dir zu zeigen, was einmal war."

00:01:57: Bevor Herr Müller widersprechen konnte, streckte der Geist seine Hand nach ihm aus. Seine Berührung war leicht wie ein Hauch von Schnee.

00:02:06: Doch sie hatten eine seltsame Kraft, die Herr Müller auf die Beine zog. Er sich versah, standen sie beide mitten in einem Nebel,

00:02:14: der sich um sie legte, wie ein dicker Vorhang. Die Welt um sich herum begann zu verschwimmen. Und Herr Müller konnte das leise

00:02:24: knistern des Holzes im Kamin seiner Werkstatt nicht mehr hören. Also als der Nebel sich lichtete, fand sich Herr Müller in einer vertraufen Umgebung wieder.

00:02:37: Die Wände waren aus hellen Holz und der Geruch von früchen Gips und Leder erfüllte die Luft. Es war das alte Sanitätshaus seiner Eltern,

00:02:48: genauso wie er es vor vielen Jahren gesehen hatte oder wie es gewesen war. Müller sah sich um und er kannte jeden Winkel.

00:02:57: Die Regale waren voll mit orthetischen, orthepädischen Hilfsmitteln und die Werkbank seines Vaters stand im Raum. Überladen mit Werkzeugen und halbfertigen Arbeiten.

00:03:10: Sein Herz schlug schneller. Als er die Szene vor sich erkannte, das ist, das ist doch, das Sanitätshaus meiner Familie, flisterte er.

00:03:21: So wie es früher einmal war, ja, sagte der Geist ruhig, so wie es war, als du noch ein junger Mann warst.

00:03:29: Herr Müller ließ den Blick schweifen und dann sah er hin, den jungen Müller, vielleicht Anfang 20, mit leuchtenden Augen und einem breiten Lächeln.

00:03:42: Der jung Mann stand an der Werkbank und arbeitete an einer Orthese, die er mit großer Sorgfalt formte. Es war ein Bild voller Leben und Freude und Müller spürte einen stechenen Schmerz in seiner Brust, als er das sah.

00:03:59: Das bin ich, flüsterte er, so jung und voller Hoffnung. Neben ihm standen seine Eltern, seinen Vater, ein großer, stämmiger Mann mit einem grauen Bad.

00:04:11: Aber freundlichen Augen gab ihm Anweisungen, während seine Mutter, eine zielliche Frau mit sanften Gesicht und einer immer wachsenden Fürsorge, ihm auf den Untern zusah.

00:04:24: Sie führten das an die Tilshaus, seit zwei Generationen und Herr Müller hatte sich immer darauf gefreut, eines Tages in ihre Fußstapfen zu treten.

00:04:33: "Du warst glücklich", sagte der Geist der vergangenen Weihnachtssamft. "Du warst voller Tatendram und hast Menschen geholfen. Es war nicht nur Arbeit für dich, es war deine Leidenschaft."

00:04:45: Müller sah, wie sein Jüngeres selbst lächelnd mit einem älteren Kundensprach immer gerade ein Ortese angepasst hatte.

00:04:54: "Vielen Dank, junger Müller", sagte der Mann und schüttelte ihm die Hand. "Vrohr Weihnachten, diese Ortese ist ein Segen.

00:05:02: Vor Weihnachten rief der junge Müller, sein Lächeln breit und voller Stolz. Es freut mich, dass ich ihnen helfen konnte. Der ältere Herr Müller beobachte die Szene und spürte die Kälte, die ihn in den letzten Jahren umhüllt hatte.

00:05:18: "Ich war glücklich damals", sagte er leise. "Ich hatte Freude an dem, was ich tue, an meiner Arbeit. Es hat mich einfach nur begeistert und es hat mir was bedeutet."

00:05:30: "Ja", antwortete der Geist, "du warst stolz darauf, Menschen zu helfen und deinen Eltern waren auch stolz auf dich."

00:05:39: Die Müller sah, wie sein Vater ihm auf die Schulter klopften und nickte. "Du wirst dieses Sanitätshaus übernehmen, mein Junge. Und du wirst es großartig führen", sagte der ältere Mann mit rauer, aber lieber voller Stimmung.

00:05:53: Seine Mutter lächelte, "du hast den Geist des Hauses in dir, mein Sohn, fügte sie hinzu. Eines Tages würde es dein sein.

00:06:01: und du wirst es noch besser machen.

00:06:03: Der junge Müller strahlte.

00:06:05: "Ich freue mich schon darauf", sagte er, voller Überzeugung.

00:06:09: "Ich werde es weiterführen, so wie ihr es getan habt."

00:06:12: Der ältere Müller, der all dies beobachtet, spürte einen Klo in seinem Hals.

00:06:17: Diese Erinnerung, die so fern erschienen waren, kam nun mit voller Wun, wuch zurück.

00:06:23: Er erinnerte sich an die Tage, als er noch Träume gehabt hatte,

00:06:27: Träume, das Sanitätshaus zu übernehmen.

00:06:30: Und mit Freude und Menschen, einfach nur zu versorgen.

00:06:36: Damals schien die Zukunft noch voller Hoffnung.

00:06:39: Doch wie schnell hatte sich das Blatt gewendet?

00:06:42: Doch die heiteren Bilder, die vor ihm lebendig wurden, begannen sich zu verändern.

00:06:48: Die fröhliche Stimme, die so klar und echt gewesen war, verblasten allmählich.

00:06:53: "Was passiert jetzt?", fragten Müller nervös, als die Umgebung anfing, unschafft zu werden.

00:06:59: Der Geist, der vergangenen Weihnacht, ließ einen Moment vergehen, bevor er antwortete.

00:07:04: "Die Zeit vergeht, Herr Müller. Menschen und Umstände ändern sich.

00:07:08: Mit einer sanften Handbewegung des Geistes verschwanden die glücklichen Bilder seiner Eltern

00:07:13: und der Raum wurde dunkler und dunkler."

00:07:16: Als der Nebel sich erneut lichtete, stand Müller nun allein in der Werkstatt,

00:07:21: wurde zumindest fast. Vor ihm saß der junge Müller an der Werkbank.

00:07:26: Doch der Tatendrank und die Freude waren aus seinen Augen verschwunden.

00:07:31: Er arbeitete verbissen, sein Gesicht angespannt.

00:07:35: Die fröhlichen Gespräche und das Lächeln, das er ernst einst mit seinen Kunden geteilt hatte, waren verflogen.

00:07:43: "Was ist passiert?", fragte Müller leise.

00:07:46: Als er das leere Gesicht seines Jüngeren ich sah, der Geist trat, neben ihn und sagte sanft,

00:07:54: "Deine Eltern sind verstorben."

00:07:56: Kurz nachdem du die Werkstatt übernommen hast,

00:07:59: du hast die Verantwortung auf deinen Schultern gespürt,

00:08:02: aber anstatt die Unterstützung von anderen zuzulassen,

00:08:05: hast du dich mehr und mehr in deine Arbeit gestürzt.

00:08:09: Du hast vergessen, warum du einst stolz darauf warst, Menschen zu helfen.

00:08:14: Müller sah sich selbst an, wie er einsam an einer Werkbank saß,

00:08:19: während die Uhr in der Ecke der Werkstatt leise tickte.

00:08:23: Der einst lebendige Raum war nun still und leer, als würde ihm das Herz fehlen.

00:08:29: Es gab keine fröhlichen Gespräche mehr,

00:08:32: keine offenten Worte seiner Eltern, nur die ständige, einsammer Arbeit.

00:08:38: Du hast dich von allem und jedem zurückgezogen, Fudeger ist fort.

00:08:43: Du hast keine Familie gegründet, keine Kinder.

00:08:46: Die Arbeit wurde zu deinem einzigen Lebensinhalt.

00:08:49: Der ältere Mann sah zu Boden, seine Gedanken wirbelten durcheinander.

00:08:55: Ich hatte Verantwortung, wungelte er.

00:08:57: Ich musste das dann in die Tilsaus führen, ich hatte keine Zeit für anderes.

00:09:01: Doch tief in seinem Inneren wusste Herr Müller,

00:09:05: dass es nicht nur die Verantwortung war, die ihn so distanziert gemacht hatte,

00:09:10: es war die Angst vor dem Verlust.

00:09:13: Nachdem er seine Eltern verloren hatte, hatte er sich davon gescheut,

00:09:17: sich noch einmal zu binden, sei es an Freunden, eine Familie oder sogar an seine Mitarbeiter.

00:09:25: Der Raum, um sie veränderte sich erneut.

00:09:29: Und diesmal war es eine spätere Szene.

00:09:32: Müller sah sich selbst einige Jahre später, wie er an der Werkbank sitzte,

00:09:37: die Augen müde und leer, die Werkbank wirkte noch trostloser als zuvor.

00:09:43: Er arbeitete, verbissen ohne jegliche Freude, seine Hände mechanisch,

00:09:49: sein Gesicht gezeichnet von den Jahren der harten Arbeit.

00:09:53: "Du hast alles für die Arbeit geopfert", sagte der Geist,

00:09:56: "aber in Wirklichkeit hast du dich selbst verloren."

00:10:00: Müller konnte die Einsamkeit und seinem Jüngeren nicht spüren

00:10:04: und es durchzog ihm ein kalter Schauer.

00:10:07: Der Verlust seiner Eltern hatte ihm die Freude an der Arbeit genommen

00:10:12: und der Leben war zu einem endlosen Zyklus von Aufgaben geworden,

00:10:16: die er erfüllte.

00:10:20: Er hatte niemanden mehr, an den er sich wenden konnte,

00:10:24: keine Familie, keine Freunde, nur die Werkstatt, die ihm meist so viel bedeutet hatte.

00:10:30: Der Raum um sie herum wurde dunkler und als Müller sich umsah,

00:10:34: wurde ihm klar, dass die letzte Veränderung bevorstand.

00:10:38: Die sanfte Präsenz des Geistes der vergangenen Weihnacht begann zu verblassen,

00:10:43: doch bevor der Geist ganz verschwand, lebte er noch einmal in seine Hand auf Müllers Schulter.

00:10:50: "Denk daran, was du verloren hast, Herr Müller", sagte der Geist, leise.

00:10:54: "Und denke daran, warum du einzeln angefangen hast, deine Reise ist noch nicht zu Ende."

00:11:00: Mit diesen Worten verschwand der Geist und Müller fand sich allein in der Dunkelheit wieder.

00:11:06: Die Stille war erdrückend und in ihm dachte sich ein Gefühl der Angst breit.

00:11:12: Was würde der nächste Geist ihm nur zeigen?

00:11:16: Was würde die Zukunft bringen, wenn er weiterhin so leben würde?

00:11:20: Er hatte keine Zeit, diese Fragen lange zu überdenken,

00:11:23: dann plötzlich spürte er eine andere Präsenz im Raum.

00:11:27: Die Luft wurde kälter und eine tiefe, unheimliche Stille legte sich über ihn.

00:11:34: Der Boden unter seinen Füßen schien zu vibrieren,

00:11:38: als die Gestalt des nächsten Geistes langsam aus dem Schatten auftauchte.

00:11:45: So, das war jetzt der Teil für den zweiten Advent

00:11:51: und genießt den Sonntag mit eurer Familie

00:11:55: und schaltet auch nächste Woche zum dritten Advent wieder ein, wenn die Geschichte weitergeht.

00:12:00: Vielen Dank fürs Zuhören.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.