3. Advent - Herr Müller und der Geist der Weihnachtswerkstatt

Shownotes

Herr Müller stand allein in der kühlen, dichten Dunkelheit, die sich um ihn gelegt hatte, als der Geist der vergangenen Weihnacht verschwunden war. Die Stille war erdrückend, und eine tiefe Unruhe machte sich in ihm breit. Plötzlich spürte er eine Präsenz hinter sich. Er drehte sich langsam um und erblickte eine neue Gestalt – eine große, imposante Figur, die von einer warmen, einladenden Aura umgeben war. Der Geist der gegenwärtigen Weihnacht war ganz anders als der vorherige. Er war groß und kräftig, gehüllt in einen weiten, tiefgrünen Mantel, der wie frisches Tannengrün leuchtete. Sein Gesicht war breit und freundlich, mit einem buschigen, goldbraunen Bart, und seine Augen strahlten wie zwei lebendige Feuer. Er wirkte wie eine Verkörperung der Fülle und Freude, als könnte er das Licht und die Wärme der Weihnachtszeit mit sich tragen. In seiner Hand hielt er einen großen, leuchtenden Stab, der wie eine Fackel in der Dunkelheit leuchtete.

„Ich bin der Geist der gegenwärtigen Weihnacht“, sprach die Gestalt mit tiefer, warmer Stimme, die in Müller ein unerwartetes Gefühl von Trost auslöste. „Komm, Herr Müller. Es gibt noch viel zu sehen.“

Ohne Widerstand zu leisten, ließ sich Müller von dem Geist an die Hand nehmen. Anders als zuvor spürte er eine fast beruhigende Wärme durch seinen Körper strömen, als der Geist ihn aus der Dunkelheit führte. Der Raum um sie herum begann sich zu verändern. Plötzlich standen sie auf einer verschneiten Straße, mitten in der Stadt, in der Müller lebte.

Die Häuser waren festlich geschmückt, die Fenster von Lichtern erleuchtet, und aus den Häusern drang das Lachen und die Freude von Menschen, die zusammen die Weihnachtszeit feierten. Kinder liefen in warmen Mänteln durch die Straßen und spielten im Schnee. Es war ein Bild der vollkommenen Harmonie, doch es erinnerte Müller nur daran, wie weit er selbst von all dem entfernt war. „Das ist die Welt, wie sie jetzt ist, Herr Müller“, sagte der Geist, während sie durch die Straße gingen. „Menschen feiern zusammen. Sie teilen ihre Zeit mit denen, die ihnen wichtig sind.“

Müller beobachtete das Treiben und spürte eine seltsame Leere in sich. „Ich… ich habe keine Zeit für solche Dinge“, murmelte er, fast wie eine Rechtfertigung. „Aber warum?“, fragte der Geist mit ruhiger, aber eindringlicher Stimme. „Warum hast du keine Zeit für das Leben außerhalb deiner Werkstatt?“

Müller wusste keine Antwort darauf. Seine ganze Existenz war um die Arbeit gewoben, und alles andere war für ihn in den Hintergrund getreten. Doch das konnte er nicht länger ignorieren. Es war nicht nur die Zeit, die ihn davon abhielt – es war die Tatsache, dass er selbst zugelassen hatte, dass seine Welt sich immer enger um die Werkstatt drehte, bis sie zu einem Gefängnis für ihn geworden war. „Komm“, sagte der Geist schließlich und führte ihn in eine andere Richtung. „Es gibt noch etwas, das du sehen musst.“

Wieder wechselte die Szene, und Müller erkannte das Gebäude sofort. Sie standen vor dem Krankenhaus der Stadt. Der warme Schein von Lichtern drang durch die Fenster, doch statt der gewohnten Hektik und des ernsten Treibens herrschte hier eine überraschend festliche Stimmung. Die Straßen waren still, und der Schnee fiel sanft auf die Dächer des Krankenhauses.

„Warum sind wir hier?“ fragte Müller unsicher, als der Geist ihm bedeutete, ihm zu folgen.

„Dies ist ein Ort, den du kennen solltest“, sagte der Geist ruhig. „Aber das hast du vergessen.“

Sie gingen durch die Gänge des Krankenhauses, bis sie eine Kinderstation erreichten. Der Raum war liebevoll dekoriert: Es hingen kleine Lichterketten an den Wänden, und in der Ecke stand ein kleiner, geschmückter Weihnachtsbaum. Doch was Müller am meisten überraschte, war die Gestalt, die inmitten dieses Raumes stand: Es war Dennis.

Transkript anzeigen

00:00:00: So, liebe Zuhörer, heute ist der dritte Advent und jetzt kommt das dritte Kapitel der Geist

00:00:12: der gegenwärtigen Weihnacht.

00:00:14: Herr Müller stand allein in der kühlen, dichten Dunkelheit, die sich um ihn gelegt

00:00:19: hatte, als der Geist der vergangenen Weihnacht verschwunden war.

00:00:23: Die Stille war erdrückend und eine tiefe Unruhe machte sich in ihm breit.

00:00:29: Plötzlich spürte er eine Präsenz hinter sich, er drehte sich langsam um und erblickte eine

00:00:36: neue Gestalt, eine große imposante Figur, die von einer warmen, einladenden Hora umgeben

00:00:43: war.

00:00:44: Der Geist der gegenwärtigen Weihnacht war ganz anders als der Vorherrige.

00:00:49: Er war groß und kräftig, gehöhlt in einen weiten, tiefgrünen Mantel, der wie frisches

00:00:57: Tannengrün leuchtete.

00:00:58: Sein Gesicht war breit und freundlich, mit einem buschigen, goldbraunen Bart und seine

00:01:07: Augen strahlend wie zwei libendige Feuer.

00:01:10: Er wirkte wie eine Verkörperung der Fülle und Freude, als könnte er das Licht und die

00:01:19: Wärme der Weihnachtszeit mit sich tragen.

00:01:22: In seiner Hand hielt er einen großen leuchtenden Stab, der wie eine Fackel in der Dunkelheit

00:01:29: leuchtete.

00:01:30: "Ich bin der Geist der gegenwärtigen Weihnacht", sprach die Gestalt mit tiefer, warmer Stimme,

00:01:38: die in Müller ein unerwartetes Gefühl von Trost auslöste.

00:01:43: "Komm, Herr Müller, es gibt noch viel zu sehen."

00:01:48: Ohne Widerspann zu leisten, ließ sich Müller von dem Geist an die Hand nehmen.

00:01:55: Anders als zuvor spürte er eine fast beruhigende Wärme durch sein Körperströmen, als der

00:02:01: Geist ihn aus der Dunkelheit führte.

00:02:04: Der Raum um sie herum begann sich zu verändern.

00:02:08: Plötzlich standen sie auf einer verschneiten Straße, mitten in der Stadt, in der Herr Müller

00:02:14: lebte.

00:02:15: Die Häuser waren festlich geschmückt, die Fenster von Lichtern erleuchteten.

00:02:20: Und aus den Häusern drang das Lachen und die Freude von Menschen, die zusammen die Weihnachtszeit

00:02:27: feierten.

00:02:28: Kinder liefen in warmen Mändeln durch die Straßen und spielten im Schnee.

00:02:33: Es war ein Bild der vollkommen Harmonie, doch es erinnerte Herr Müller nur daran, wie weit

00:02:42: er selbst von all dem entfernt war.

00:02:44: "Das ist die Welt, wie sie jetzt ist Herr Müller", sagte der Geist, während sie durch die Straßen

00:02:52: gingen, Menschen feiern zusammen.

00:02:54: Sie teilen ihre Zeit mit denen, die ihnen wichtig sind.

00:02:59: Herr Müller beobachtete das Treiben und spürte eine seltsame Lehre in sich.

00:03:04: "Ich, ich habe keine Zeit für solche Dinge", murmete er, "fast wie eine Rechtfertigung."

00:03:11: "Aber warum?", fragte der Geist, "mit ruhiger, aber eindringlicher Stimme.

00:03:17: Warum hast du keine Zeit für das Leben außerhalb deiner Werkstatt?"

00:03:22: Herr Müller wusste keine Antwort darauf.

00:03:25: Seine ganze Existenz war um die Arbeit gewoben und alles andere war für ihn in den Hintergrund

00:03:32: getreten.

00:03:33: Doch das konnte er nicht länger ignorieren.

00:03:35: Es war nicht nur die Zeit, die ihn davon abhielt.

00:03:38: Es war die Tatsache, dass er selbst zugelassen hat, dass seine Welt sich immer enger um

00:03:45: die Werkstatt trete, bis sie zu einem Gefängnis für ihn geworden war.

00:03:49: "Komm", sagte der Geist schließlich, "und führte ihn in eine andere Richtung.

00:03:56: Es ist noch etwas, das du sehen musst."

00:03:58: Wieder wechselte die Szene und Herr Müller erkannte das Gebäude sofort.

00:04:04: Sie standen vor dem Krankenhaus der Stadt.

00:04:07: Der warme Schein von Lichtern drang durch die Fenster.

00:04:10: Doch statt der gewohnten Hektik und des ernstend Treibens herrschte hier eine überraschend

00:04:16: festliche Stimmung.

00:04:18: Die Straßen waren still und der Schnee felsamt auf die Dächer des Krankenhauses.

00:04:24: "Warum sind wir hier?", fragte Herr Müller unsicher, als der Geist ihm sagte, "Volk mir."

00:04:32: "Dies ist ein Ort, den du kennen solltest", sagte der Geist ruhig.

00:04:38: Aber das hast du vergessen.

00:04:40: Sie gingen durch die Gänge des Krankenhauses, bis sie eine Kinderstation erreichten.

00:04:47: Der Raum war liebevoll dekoriert.

00:04:50: Es hingen kleine Lichterketten an den Wänden und in der

00:04:54: Ecke stand ein kleiner geschmückter Weihnachtsbaum. Doch was Herr Müller am meisten überraschte,

00:05:00: war die Gestalt, die inmitten dieses Raumes stand. Es war Dennis, Dennis der junge Techniker, der so

00:05:08: oft versucht hatte Herr Müller von neuen Ideen zu überzeugen. War gerade dabei etwas ganz Besonderes

00:05:14: zu tun. Er stand vor drei Kindern. Er stand vor drei Kindern, die alle in ihren Betten saßen,

00:05:22: ihre Augen leuchteten und ihre Beine und Arme waren im wunden festlichen Ortesen eingehüllt.

00:05:30: Dennis lächelte und sprach fröhlich mit ihnen, während die Kinder mit ihren großen Augen ansahen.

00:05:37: "Schau dir das hier an!" rief eines der Kinder, ein kleiner Junge mit leuchtenden braunen Augen,

00:05:44: der stolz seinen Arm hoch hielt. "Diese Ortil sich hier, die sieht so schön aus. Es ist einfach nur

00:05:50: toll mit diesem kleinen Weihnachtsbaum und diesen glitzenden Sternen, die hier noch so

00:05:55: verziert sind. Es ist halt Weihnachten. Neben ihnen ein kleines Mädchen mit blonden langen Haaren,

00:06:03: was sich total freut, da die Beinorthese einfach mal schön mit Schneeflocken

00:06:10: bemustert ist und ihren Namen sogar zu erkennen ist. Dennis lachte und verteilte ein paar bunte

00:06:17: Aufkleber, die die Kinder auf die Schienen und auf die Ortesen kleben konnten. "Fröhliche Weihnachten,

00:06:24: ihr drei!" sagte er warm. "Es ist vielleicht nicht das Weihnachten, das ihr euch vorgestellt habt,

00:06:29: aber ihr könnt es trotzdem schön machen." Herr Müller beobachte diese Szene in völliger

00:06:35: Fassungslosigkeit, denn es hatte tatsächlich weihnachtlich gestaltete Ortesen für die Kinder

00:06:40: gefertigt, genau das, worüber er früher gespottet hätte. Aber es ist unglaublich,

00:06:47: diese Freude der Kinder zu sehen und gerade in dieser trostlosen Zeit alleine im Krankenhaus

00:06:53: zu sein und trotzdem den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, wärmten sein Herz.

00:07:00: Und das alles hat Dennis gestern vorbereitet. Unglaublich. Ja, antwortete der Geist.

00:07:10: Dennis hat versucht den Kindern etwas Freude zu bringen, obwohl sie Weihnachten im Krankenhaus

00:07:15: verbringen müssen. Er hat gesehen, dass selbst kleine Dinge einen Unterschied machen können.

00:07:21: Hast du das etwa vergessen? Herr Müller schluckte schwer, als ihm die Bedeutung dessen klar wurde.

00:07:28: Er hatte Dennis und seine Ideen immer abgetan, ohne zu verstehen, wie viel positive sie bewirken

00:07:35: konnten. Diese kleinen festlichen Gesten hatte das Herz der Kinder erreicht, etwas,

00:07:41: das Herr Müller an seinen kalten nüchternen Arbeitswelt vergessen hatte. Eines der Kinder,

00:07:47: ein Junge mit struppigen Haarsadens mit großen Augen an und fragte, darf ich eigentlich die

00:07:52: Ortese behalten? Die ist so schön. Auch wenn ich wieder heile bin? Dennis lachte natürlich,

00:07:59: auch wenn du wieder heile bist, wenn du heile und gesund bist. Die gehört dir, die kannst du behalten.

00:08:04: Und ich hoffe, dass du natürlich bald wieder ganz normal gehen kannst. Herr Müller,

00:08:10: der diese Szene beobachte, spürte, wie sich seine Kehle zuschnürte. Ein schweres Gefühl

00:08:16: der Reue überkam ihn, als ihm klar wurde, wie sehr er sich selbst isoliert hatte. Dennis hatte

00:08:22: die Bedeutung von Weihnachten verstanden und die Bedeutung, die Menschen selbst in schwierigen

00:08:27: Zeiten zu erfreuen und einfach zu helfen. Der Geist der gegenwärtigen Weihnacht stand neben

00:08:33: ihm und sagte leise, du hast viele Chancen verpasst, Menschen mit deiner Arbeit zu helfen,

00:08:40: mehr als nur körperlich. Dennis versteht das, aber es ist noch nicht zu spät. Müller senkte

00:08:49: den Kopf, seine Brust schwer vor Schuld und bedauern. Ich habe ihn enttäuscht momentan.

00:08:56: Ich habe das alles nicht gesehen, aber du kannst es ändern, sagt der Geist mit leiser

00:09:03: Entschlossenheit. Die Zukunft ist noch nicht geschrieben. Und somit schließen wir das dritte

00:09:13: Kapitel, den dritten Advent. Und wie immer wünsche ich euch, eurer Familie einen schönen dritten

00:09:21: Advent und bleibt gespannt, wie das Ende dieser kleinen Geschichte ausgeht. Das erfahrt ihr

00:09:29: dann zum vierten Advent. Bis dahin eine schöne Weihnachtszeit.

00:09:34: [Musik]

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.