4. Advent - Herr Müller und der Geist der Weihnachtswerkstatt
Shownotes
Die Wärme des Geistes der gegenwärtigen Weihnacht verblasste, und eine bedrückende Kälte zog in den Raum, während Herr Müller zitternd dastand. Der Geist hatte ihn mit einer unmissverständlichen Wahrheit konfrontiert: Er hatte sich von den Menschen, die ihm nahestanden, isoliert und die Freude an seiner Arbeit verloren. Doch es war die Frage nach der Zukunft, die ihn jetzt quälte.
„Es ist noch nicht zu spät“, hatte der Geist der gegenwärtigen Weihnacht gesagt – doch Müller konnte nicht verhindern, dass eine finstere Vorahnung ihn ergriff. Bevor er den Gedanken zu Ende führen konnte, spürte er erneut eine Veränderung in der Luft.
Der Raum wurde dunkler, und die Stille war so erdrückend, dass Müller kaum zu atmen wagte. Die Dunkelheit um ihn herum begann sich zu verdichten, und aus den Schatten trat eine große Gestalt. Im Gegensatz zu den vorherigen Geistern war diese Gestalt unheimlich und stumm. Der Geist der zukünftigen Weihnacht war ganz in ein schwarzes Gewand gehüllt, und sein Gesicht war hinter einem schweren Schleier verborgen. Keine Augen waren zu sehen, kein Mund – nur die bedrohliche, lautlose Präsenz, die auf Müller lastete.
Der Geist sagte kein Wort, sondern deutete nur mit einem knochigen Finger in die Ferne. Müller folgte der Geste zögernd, und die Umgebung um sie herum begann sich zu verändern. Der dunkle Nebel wich, und Müller fand sich plötzlich an einem vertrauten Ort wieder – in seiner eigenen Werkstatt. Doch es war nicht die lebendige Werkstatt, die er kannte.
Der Raum war leer, kalt und verstaubt. Die Maschinen standen still, die Werkbank war unbenutzt, und der Boden war bedeckt mit Gipsresten und abgebrochenen Kunststoffteilen. Ein unangenehmer Geruch von thermisch verformtem Polypropylen und alten Materialien lag in der Luft, doch alles schien verwahrlost und verlassen. Müller trat langsam durch den Raum, sein Herz schwer vor Entsetzen.
„Das… das ist meine Werkstatt“, flüsterte er, obwohl er kaum seine eigene Stimme hören konnte. „Aber warum ist hier niemand?“
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00:00:00: So, heute ist der vierte Advent und somit kommen wir jetzt auch zum letzten Kapitel
00:00:10: unserer orthopäditechnischen Weihnachtsgeschichte.
00:00:14: Genau, ich würde einfach mal loslegen, was denn im letzten Kapitel passiert?
00:00:23: Der Geist der zukünftigen Weihnacht.
00:00:25: Die Wärme des Geistes der gegenwärtigen Weihnacht verblasste und eine bedrückende Kälte zog in den Raum,
00:00:32: während Herr Müller zittern darstand.
00:00:35: Der Geist hatte ihn mit einer unmissverständlichen Wahrheit konfrontiert.
00:00:40: Er hatte sich von den Menschen, die ihm näher nahe standen isoliert und die Freude an seiner Arbeit verloren.
00:00:48: Doch es war die Frage nach der Zukunft, die ihn jetzt quälte.
00:00:53: Es ist noch nicht zu spät, hatte der Geist der gegenwärtigen Weihnacht gesagt.
00:00:57: Doch Herr Müller konnte nicht verhindern, dass eine finstere Vorahnung in Ergriff,
00:01:04: bevor er den Gedanken zu Ende führte, spürte er erneut eine Veränderung in der Luft.
00:01:12: Der Raum wurde dunkler und die Stille war so erdrückend, dass Herr Müller kaum zu atmen wagte.
00:01:20: Die Dunkelheit um ihn herum begann sich zu verdichten und aus den Schatten trat eine große Gestalt.
00:01:28: Im Gegensatz zu den vorherigen Geistern war diese Gestalt unheimlich und stumm.
00:01:35: Der Geist der zukünftigen Weihnacht war ganz in ein schwarzes Gewand gehüllt
00:01:41: und sein Gesicht war hinter einem schweren Schleier verbogen.
00:01:45: Keine Augen waren zu sehen, kein Mund, nur die bedrohliche lautlose Präsenz, die auf Herr Müller lastete.
00:01:54: Der Geist sagte kein Wort, sondern deutete nur mit einem knurrigen Finger in die Ferne.
00:02:02: Herr Müller folgte der Geste zögern und die Umgebung um sie herum begann sich zu verändern.
00:02:09: Der dunkle Nebel wich und Herr Müller fand sich plötzlich an einem vertrauten Ort wieder in seiner eigenen Werkstatt.
00:02:18: Doch es war nicht die lebendige Werkstatt, die er kannte.
00:02:21: Der Raum war leer, kalt und verstaubt.
00:02:25: Die Maschinen standen still, die Werkbank war unbenutzt und der Boden war bedeckt mit Gipsrichsresten und abgebrochenen Kunststoffteilen.
00:02:37: Ein unangenehmer Geruch von thermisch verfrontenen Polypropylen und alten Materialien lag in der Luft.
00:02:44: Doch alles schien verwarlost und verlassen.
00:02:47: Herr Müller trag langsam durch den Raum, sein Herz schwer für uns setzen.
00:02:53: "Das, das ist meine Werkstatt", flüsterte er, obwohl er kaum seine eigene Stimme hören konnte.
00:03:01: "Aber warum ist hier niemand?"
00:03:03: Der Geist bewegte sich lautlos durch den Raum und deutete wieder mit dem Finger.
00:03:10: Herr Müller folgte ihm und sein Blick fehl auf einen alten Zeitungsartikel, der auf einem der staubigen Regale lag.
00:03:18: Mit zitternden Händen ober ihn auf und las die Worte, die sein Herz still stehen ließen.
00:03:25: Müller sanitätshaus ohne Nachfolger, geschlossen nach 70 Jahren Betrieb.
00:03:32: Herr Müller spürte, wie seine Knie nachgaben geschlossen, flüsterte er unglaublich.
00:03:39: "Mann, sanitätshaus geschlossen?"
00:03:42: Er liest den Zeitungsartikel Fallen, seine Hände zitterten.
00:03:46: "Aber warum? Was ist geschehen?"
00:03:49: Der Geist führte ihn weiter in die hintere Ecke der Werkstatt.
00:03:53: Als sie dort ankamen, sah Herr Müller etwas, das ihm das Herz brach.
00:03:58: Ein derer Schreibtisch, der einst Dennis gehörte. Keine Computer, kein 3D-Drucker, kein Scanner,
00:04:08: nur ein verlassener Arbeitsplatz, der mit feinem Staubschichten bedeckt war.
00:04:14: Dennis flüsterte Müller und sah sich hilflos um. "Wo ist Dennis?"
00:04:20: Der Geist streckte erneut sein Finger aus und die Szene um sie herum veränderte sich.
00:04:27: Nun standen sie vor einem kleinen Haus am Rande der Stadt.
00:04:30: Herr Müller sah durch das Fenster und sein Herz zog sich zusammen.
00:04:34: Als er Dennis sah, doch er war nicht mehr in der Werkstatt.
00:04:40: Stattdessen saß er in einem gemütlichen Raum, mit einem Haus, das er Müller nicht kannte
00:04:46: und sprach mit einer Gruppe von Menschen. Die Atmosphäre war freundlich, doch Dennis der wirkte nachdenklich.
00:04:53: "Ich habe so lange versucht etwas zu verändern", hörte er Müller Dennis sagen.
00:04:59: "Aber Herr Müller wollte keine Innovation. Am Ende habe ich mich entschieden, die Werkstatt einfach zu verlassen.
00:05:06: Es hat doch alles keinen Sinn. Dennis läuft so schwer. Es war eine schwere Entscheidung für mich,
00:05:12: aber es gab einfach keine Zukunft für mich." Die Worte trafen Herr Müller ganz tief.
00:05:19: Dennis hatte die Werkstatt verlassen, weil Herr Müller zu starr und verschlossen gewesen war,
00:05:25: um die Veränderung anzunehmen. Und ohne Dennis, der der frische Wind, die neuen Ideen,
00:05:32: die einfach mal ins Seine Tiltaus kamen.
00:05:36: gebracht worden sind, damit war alles weg und dem Untergang geweiht.
00:05:41: "Das kann nicht sein", flüsterte Herr Müller, als er die Tränen in Dennis Augen
00:05:48: sah.
00:05:49: "Ich wollte das nicht."
00:05:51: Der Geist ließ ihm keine Zeit zum Nachdenken und führte ihn weiter.
00:05:55: Die Umgebung wurde kälter und dunkler und es schien halt alles verschluckt zu werden
00:06:02: von Dunkelheit.
00:06:03: Sie erreichten einen verlassenen Friedhof am Stadtrand und Herr Müllers Herz begann
00:06:10: schnell zu schlagen.
00:06:11: Der Geist hielt inne, zeigte er neut mit dem Finger auf einen verwitterten Grabstein,
00:06:16: der fast unter Schnee und Eis begraben war.
00:06:19: Zögern treilt Herr Müller näher, seine Hände zerdritten, als er den Schnee von der
00:06:25: Inschrift wüchte und als er die eingravierten Buchstaben sah, las, wurde er von einer
00:06:32: Welle kalter Panik erfasst.
00:06:34: Hier ruht Heinrich Müller allein in der Dunkelheit.
00:06:39: Herr Müller trat zurück, seine Atem kamen stoßweise.
00:06:46: "Nein, nein", rief er, als er den eisigen Griff der Realität spürte.
00:06:53: "Das, das kann nicht meine Zukunft sein."
00:06:56: Der Geist stand stumm und reglos, doch sein Finger blieb auf den Grabstein gerichtet.
00:07:03: "Bitte, bitte!"
00:07:05: fleht Herr Müller.
00:07:07: Tränen traten in seinem Gesicht.
00:07:09: "Ich will nicht allein sterben.
00:07:11: Ich will nicht, dass die Werkstatt geschlossen wird.
00:07:14: Ich kann das ändern.
00:07:15: Es ist noch nicht zu spät, oder?"
00:07:18: Seine Stimme zitterte, als er sich vor dem Geist der zukünftigen Weihnacht niederwarf.
00:07:23: "Ich werde mich ändern.
00:07:25: Ich werde Dennis zurückholen.
00:07:27: Ich werde ihm zuhören.
00:07:29: Ich werde das Sanitätshaus wieder zu dem Ort machen, das es einmal war.
00:07:33: Wirklich, ich verspreche ihr das."
00:07:35: In der tiefen Stille des Friedhofs war nur das Rauschen des Windes zu hören.
00:07:41: Doch Herr Müller fühlte, wie etwas in ihm zerbrach und gleichzeitig etwas Neues aufkeimte.
00:07:48: Es war bereit, die Zukunft zu ändern.
00:07:52: Innerlich, plötzlich begann sich die Dunkelheit, um ihn zu drehen.
00:07:56: Und Herr Müller spürte, wie die Kälte von ihm wich.
00:08:00: Der Geist der zukünftigen Weihnacht löste sich auf und die bedrückende Stille wandelte
00:08:06: sich in ein warmes, beruhigendes Summen.
00:08:10: Die Szene verblasste und bevor er sich versah, fand sich Herr Müller, keuchend in seiner
00:08:16: alten Sessel in der Werkstatt wieder.
00:08:19: Es war Heiligtabend und das sanfte Licht für Morgendämmerung fiel durch die Fenster
00:08:25: der Werkstatt.
00:08:26: Herr Müller sprang auf, seine Brust hoch und senkte sich heftig.
00:08:31: Doch er fühlte, eine neue Lebenskraft und sich aufsteigen.
00:08:35: Die Visionen, die er gesehen hatte, waren noch frisch in seinen Gedächtnissen.
00:08:40: Doch es gab jetzt nur eine Sache, die er zählt.
00:08:44: Er müsste alles anders machen.
00:08:46: Ohne zu zögern, griff er nach seinem Mantel und machte sich auf den Weg.
00:08:51: Er wusste wohin er gehen musste.
00:08:54: Also los ging's.
00:08:56: Als er an Dennis Wohnungstür klopfte, öffnete er junge Techniker mit überraschender Mine.
00:09:02: "Hemmler, was ist los?"
00:09:05: "Dennis", sagte er, seine Stimme fest, aber freundlich.
00:09:09: "Ich habe sehr viel nachgedacht und ich weiß jetzt, dass ich Fehler gemacht habe.
00:09:15: Du hattest recht.
00:09:16: Ich habe zu lange an den alten Methoden festgehalten und nicht erkannt, wie wichtig deine Ideen
00:09:22: für die Zukunft der Werkstatt sind.
00:09:24: Bitte, bitte komm zurück.
00:09:26: Hilf mir die Werkstatt in die Zukunft zu führen.
00:09:28: Ich will, dass wir das gemeinsam tun.
00:09:31: Du und ich, Seite an Seite."
00:09:33: Dennis sah ihn einmoment lang überrascht an, doch dann begann er zu lächeln.
00:09:39: Ein warmes, ehrliches Lächeln, das er Müller Hoffnung gab.
00:09:42: "Ich bin dabei, Herr Müller", dachte Dennis schließlich.
00:09:46: "Aber diesmal machen wir es wirklich zusammen.
00:09:49: Wirklich!"
00:09:50: Ja, und so wandelte sich das Schicksal der Werkstatt.
00:09:55: Mit Dennis Hilfe und Herr Müllers neuer Offenheit für Innovationen, wurde das Sanitätshaus
00:10:01: wieder ein lebendiger Ort für Jung und Alt.
00:10:04: Die Werkstatt biete auf und Herr Müller fand nicht nur seine Freude an der Arbeit zurück,
00:10:11: sondern auch die Verbindung zu den Menschen, die er so lange vernachlässigt hatte.
00:10:16: Und die Moral natürlich, es ist nie zu spät, den Kurs zu ändern, besonders zu Weihnachten,
00:10:22: wenn die Herzen offener sind.
00:10:25: Also, und hiermit schließe ich das letzte Kapitel unserer kleinen, weihnachtlichen
00:10:32: Orthopäditechniker Geschichte.
00:10:34: Und ich wünsche euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins
00:10:40: neue Jahr.
00:10:41: Und wir hören uns dann im neuen Jahr.
00:10:44: Und ich hoffe, dass auch ihr Ziele habt, wie ihr in eurem Sanitätshaus einfach modern
00:10:51: und innovativ umsetzen möchtet.
00:10:53: Danke fürs Zusehen.
00:11:00: Danke.
00:11:10: SWR 2017
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